US-Präsident Trump will die Kosten für den geplanten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko drücken. Er habe gelesen, dass die Mauer mehr koste als von der Regierung ursprünglich gedacht, twitterte Trump am Samstag von seinem Resort in Florida, wo er derzeit den japanischen Regierungschef Shinzo Abe zu Gast hat.

Allerdings sei er bislang nicht persönlich mit der Planung oder den Verhandlungen befasst, ergänzte der US-Präsident. Sobald er sich selbst darum kümmern werde, «wird der Preis WEIT NACH UNTEN gehen!», versprach Trump.

US-Medien hatten am Donnerstag berichtet, der von Trump geplante Bau könnte deutlich teurer werden als von ihm angekündigt. Einem internen Bericht der US-Ministeriums für Innere Sicherheit zufolge ist mit Kosten von 21.6 Milliarden Dollar zu rechnen.

Trump hatte im Wahlkampf von zwölf Milliarden Dollar gesprochen. Für den Bau werden dem Dokument zufolge zudem mehr als drei Jahre veranschlagt. Der Minister für Innere Sicherheit, John Kelly, hatte jüngst zwei Jahre als Zeitrahmen genannt.

Der neue US-Präsident hatte als eine seiner ersten Amtshandlungen im Januar per Dekret den Bau einer Mauer entlang der 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko angeordnet. Er begab sich damit an die Umsetzung eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen. Mit dem Wall will er die illegale Einwanderung bekämpfen.

Trump will die Kosten für die Mauer der mexikanischen Regierung aufbürden. Mexiko lehnt das ab. Die Beziehungen beider Länder haben sich seit Trumps Amtsantritt deutlich verschlechtert. (viw/sda/reu/afp)