"Die Vögel haben sehr viel Glück", sagte Trump bei der Begnadigung am Dienstag im Rosengarten des Weissen Hauses. Die beiden Tiere mit den Namen "Peas" (Erbsen) und "Carrots" (Karotten) werden bei dem Familienfest an diesem Donnerstag, an dem in den USA traditionell Truthahn gegessen wird, nicht im Ofen schmoren. Stattdessen dürfen sie ihre Tage mit Artgenossen im "Truthahn-Nest" auf dem Campus einer Universität im Bundesstaat Virginia fristen.

"Ich habe noch nie einen so schönen Truthahn gesehen", sagte Trump vor der Begnadigung über "Peas", dem er nach der Zeremonie kurz über das Gefieder strich. Der Präsident pflegt mit der Begnadigung - wie viele seiner Vorgänger - eine Tradition mit mehr als 100 Jahre alten Wurzeln. Seit dem 19. Jahrhundert erhält die Präsidentenfamilie vor dem Feiertag zwei besonders prächtige Vögel.

Es begann mit Lincolns Sohn

Präsident Abraham Lincoln (1861 bis 1865) soll nach Angaben des Weissen Hauses auf Bitten seines Sohnes das erste Mal einen Truthahn begnadigt haben. Unter Präsident George Bush senior soll die Truthahn-Begnadigung im Jahr 1989 festes Ritual geworden sein.

Vor der diesjährigen präsidialen Zeremonie am Dienstag waren die beiden Tiere im Willard-Hotel untergebracht, einem Fünf-Sterne-Hotel in der Nähe des Weissen Hauses. Beide sind rund 20 Kilo schwer und hören einem Tweet des Weissen Hauses zufolge gerne Musik von Elvis Presley und dem Countrysänger Brad Paisley. Das Weisse Haus liess online darüber abstimmen, welcher der beiden Truthähne begnadigt werden solle. Dies sei allerdings als Scherz gemeint gewesen, sagte Trump. Schliesslich schenkte er am Ende beiden Tieren das Leben.