SNCF-Chef Pepy verteidigte erneut die Bahnreform von Präsident Emmanuel Macron, mit der er das Unternehmen für den Wettbewerb öffnen will. Die SNCF könne kein Monopolbetrieb bleiben, betonte Pepy. Die Gewerkschaften fürchten eine Privatisierung der Bahn und wollen bis mindestens Ende Juni zu Streiks aufrufen.

Die SNCF hat ab dem 15. Mai eine Preisoffensive angekündigt, um enttäuschte Kunden zurückzugewinnen. Mehr als drei Millionen Tickets sollen für unter 40 Euro verkauft werden.

Der Fluggesellschaft Air France klagt wegen der Arbeitsniederlegungen über sinkende Passagierzahlen. Air France teilte mit, wegen der Streiks seien im April 8,7 Prozent weniger Passagiere mit der Airline geflogen.

Wegen steigender Zahlen bei der niederländischen Tochter KLM stehe unter dem Strich für die Gruppe aber nur ein Minus von 2,5 Prozent. Bei Air France streiken die Mitarbeiter seit Wochen für mehr Geld.