Das Madrider "Tribunal Supremo" beschloss am Dienstag, dass der 50 Jahre alte Ehemann der Infantin Cristina für fünf Jahre und zehn Monate hinter Gitter muss.

Der frühere Handballstar war im Februar 2017 von einem Gericht in Palma de Mallorca wegen Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern sowie wegen Geldwäsche, Urkundenfälschung und Betrugs zu sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Die Anwälte Urdangaríns hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt.

In einer ersten Reaktion sagte ein Sprecher des Königshauses der Nachrichtenagentur DPA, man habe "absolutes Respekt" für die Entscheidung der Justiz.

Insgesamt waren in der Affäre um die vermeintlich gemeinnützige Stiftung "Nóos" 17 Verdächtige angeklagt worden. Verwickelt war unter anderem der frühere Regionalpräsident der Balearen Jaume Matas, der zu drei Jahren und acht Monaten Freiheitsentzug verurteilt wurde. Für Urdangaríns wichtigsten Geschäftspartner, Diego Torres, gab es fünf Jahre und acht Monate.