Russland

Putins grosse Pressekonferenz wegen Corona erstmals nur per Video

Wladimir Putin, Präsident von Russland, nimmt an einer Videokonferenz teil, bei der die russische Friedensmission in Berg-Karabach thematisiert wird. Foto: Aleksey Nikolskyi/Kremlin Pool/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Wladimir Putin, Präsident von Russland, nimmt an einer Videokonferenz teil, bei der die russische Friedensmission in Berg-Karabach thematisiert wird. Foto: Aleksey Nikolskyi/Kremlin Pool/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Wegen der Corona-Pandemie wird Kremlchef Wladimir Putin seine grosse Jahrespressekonferenz erstmals nur im Videoformat abhalten. Am 17. Dezember werde der russische Präsident auf Fragen von Journalisten antworten, teilte der Kreml am Freitag mit.

Wegen der epidemiologischen Situation wird Putin aus seiner Vorstadtresidenz in Nowo-Ogarjowo zugeschaltet. Die Medienvertreter können in einem Pressezentrum in Moskau arbeiten.

Der 68 Jahre alte Putin nimmt seit Monaten wegen der Pandemie nur äusserst selten Termine ausserhalb der Residenz wahr. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuletzt auf Fragen zum Befinden des Präsidenten betont, dass Putin gesund und fit sei. Normalerweise sind mehr als 1000 Journalisten bei dem Grossereignis angemeldet. Reporter aus den einzelnen russischen Regionen sollen dieses Mal nicht anreisen, sondern in regionalen Medienzentren arbeiten, hiess es.

Nach einem extrem sprunghaften Anstieg lagen die Corona-Neuinfektionen Behörden zufolge in Russland am Freitag auf dem bisher höchsten Stand von 27 543 Fällen. Innerhalb eines Tages starben 496 Menschen mit dem Virus. Zum Vergleich: Deutschland, das deutlich weniger Einwohner hat, verzeichnete 22 806 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden und 426 Todesfälle. Während in Deutschland bisher keine Übersterblichkeit festgestellt wurde, lag sie in Russland bei etwa 18 Prozent.

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