Afghanistan

Planer des blutigen Angriffs auf Kabuler Uni angeblich gefasst

dpatopbilder - Bei einem Angriff auf dem Gelände der Universität der afghanischen Hauptstadt Kabul waren am 2. November nach Angaben des Innenministeriums mindestens 19 Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa

dpatopbilder - Bei einem Angriff auf dem Gelände der Universität der afghanischen Hauptstadt Kabul waren am 2. November nach Angaben des Innenministeriums mindestens 19 Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa

Der Planer des Terrorangriffs auf die Kabuler Universität mit 22 Toten ist nach afghanischen Angaben gefasst. Afghanische Sicherheitskräfte hätten den aus dem Nordosten des Landes stammenden Mann namens Adel gefasst, erklärte der Erste Vizepräsident Amrullah Saleh am Samstag in Kabul. Adel habe bereits drei Jahre Islamstudien an der Hochschule absolviert gehabt, als er vom islamistischen Hakkani-Netzwerk angeworben worden sei, das mit den Taliban kooperiert.

Bei dem sechs Stunden dauernden Angriff während einer Abschlussfeier in der Universität waren nach offiziellen Angaben am 2. November mindestens 22 Menschen - darunter die drei Angreifer - getötet und 27 weitere verletzt worden. Zu der Tat bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die in Konkurrenz zu den Taliban steht. Der IS sprach allerdings nur von zwei Angreifern, aber von 80 Toten und Verletzten. Die afghanische Regierung wies die Selbstbezichtigung des IS zurück und macht das Hakkani-Netz für die Bluttat verantwortlich.

Adel habe ausgesagt, der Angriff habe die Regierung destabilisieren sollen, sagte Saleh. Die Regierung verhandelt seit September mit den Taliban über eine Friedensregelung, ohne dass dies zu einer Abnahme der Intensität des Bürgerkriegs geführt hat.

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