Die Behörden würden mit ihrer Strategie keinen Erfolg haben, zeigte sich Nawalny am Freitag zuversichtlich. "Unsere Bewegung wird weitermachen und wachsen." Nawalny war zu 30 Tagen Haft verurteilt worden, weil er nach Überzeugung des Gerichts "mehrmals gegen die Regeln der Organisation von Demonstrationen verstossen" hatte.

Während der Haft war der 43-Jährige kurzzeitig ins Spital eingeliefert worden. Der Kreml-Kritiker schloss nicht aus, im Gefängnis vergiftet worden zu sein. Dies wurde von den Behörden und Ärzten aber ausgeschlossen. Offiziell war von einer "schweren allergischen Reaktion" die Rede.

In Moskau gibt es seit Wochen immer wieder Massendemonstrationen für freie Kommunalwahlen, bei denen bereits tausende Menschen festgenommen wurden.