Flugzeugdrama

Nach Absturz: Lufthansa prüft psychologische Piloten-Tests

Die Lufthansa will sporadisch psychologische Tests durchführen.

Die Lufthansa will sporadisch psychologische Tests durchführen.

Als Reaktion auf den Absturz des Germanwings-Flugzeuges in den französischen Alpen prüft die Muttergesellschaft Lufthansa die Einführung sporadischer psychologischer Tests.

Geprüft wird das US-System, bei dem Piloten zufällig ausgewählt und zu medizinischen und psychologischen Tests aufgeboten werden, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet.

Der Schweizer Verband des Cockpitpersonals, Aeropers, ist offen für solche Ideen: "Kommt man aufgrund der Untersuchung zum Schluss, dass psychologische Tests in regelmässigen Abständen die Sicherheit verbessern können, sperren sich die Piloten nicht gegen die Auflage", sagt dazu ein Sprecher in der "NZZ am Sonntag". Die Hinweise verdichten sich, dass der Co-Pilot Andreas Lubitz, der das Unglücksflugzeug wahrscheinlich absichtlich am Berg zerschellen liess, schwere psychische Probleme hatte.

Aufgrund der bekannten Umstände schätzt der Schweizer Diplom-Kriminologe Karl Weilbach L. als extrem selbstbezogenen Menschen ein. Vermutlich sei er depressiv gewesen, naheliegend seien auch narzisstische oder zwanghafte Züge. "Der Co-Pilot musste im Falle einer psychischen Erkrankung wohl um seine Karriere bangen. Das war eine tiefe Bedrohung seiner Identität", sagt er in der "NZZ am Sonntag" Der forensische Psychiater Frank Urbaniok spricht von einem möglichen "fanatischen Egotrip".

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