Ein anderer Sicherheitsbeamter sagte, es seien mindestens zwei Al-Kaida-Funktionäre umgekommen. Der Raketenbeschuss habe einem mutmasslichen Extremistenversteck im Stammesgebiet Nord-Waziristan nahe der Grenze zu Afghanistan gegolten.

Pakistans Aussen-Staatssekretär Jalil Abbas Jilani sagte am Freitag, dass seit 2004, dem Beginn der US-Drohnenangriffen im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan, bis zu 3000 Menschen getötet worden seien. 80 Prozent der Toten seien Extremisten. Es seien aber auch viele Zivilisten gestorben.

Das Terrornetz Al-Kaida ist nach den Worten von Jilani durch die Drohnen deutlich geschwächt worden. Dennoch fordere Pakistan ein Ende der Angriffe, die gegen die Souveränität des Landes und gegen internationales Recht verstiessen.

Obamas Chefstratege rechtfertigt Angriffe

Die Angriffe mit unbemannten Flugzeugen standen im Zentrum einer Senatsanhörung in Washington. Der voraussichtlich neue Direktor des US-Geheimdienstes CIA, John Brennan, verteidigte die umstrittenen Drohnenangriffe im Ausland gegen alle Kritik und Proteste.

"Wir sind weiter im Krieg gegen Al-Kaida und deren verbündeten Kräfte, die immer noch tödliche Schläge gegen unser Heimatland und unsere Bürger ausführen wollen", sagte der bisherige Anti-Terror-Berater von Präsident Barack Obama am Donnerstag dem Geheimdienstausschuss des Senats in Washington.

Brennan gilt als Chefstratege der geheimen Angriffe mit den unbemannten Flugzeugen in Ländern wie Somalia, Pakistan und dem Jemen. Dabei wurden auch US-Bürger getötet. Brennan soll bei der CIA den Ex-General David Petraeus ersetzen, der im November wegen einer Sexaffäre zurückgetreten war.