Papua-Neuguinea

Medienberichte: Mehr als 20 Tote bei Kämpfen zwischen Volksgruppen

Bei Kämpfen zwischen verschiedenen Volksgruppen auf dem Inselstaat Papua-Neuguinea im Pazifik sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen.

Bei Kämpfen zwischen verschiedenen Volksgruppen auf dem Inselstaat Papua-Neuguinea im Pazifik sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen.

Bei Kämpfen zwischen verschiedenen Volksgruppen in Papua-Neuguinea sind laut Medienberichten mindestens 20 Menschen getötet worden, darunter auch schwangere Frauen.

Das berichteten der australische Sender ABC und die papua-neuguineische Zeitung "Post-Courier" am Mittwoch. Die Zahl der Toten und die Zeitpunkte variierten in den Berichten.

Der Gouverneur der abgelegenen Hochlandregion Hela, Philip Undialu, sagte dem Sender ABC, am Montag seien 16 Menschen, darunter Frauen und Kinder, in dem Dorf Karida ums Leben gekommen. Er vermutete eine Vergeltungsaktion als Hintergrund. Bei einem vorangegangenen Gewaltausbruch seien sieben Menschen getötet worden. "Das ist in ein Massaker an unschuldigen Frauen und Kindern eskaliert", sagte Undialu.

Guerilla-Kriegsführung

Der "Post-Courier" aus Port Moresby berichtete, 24 Menschen seien in den Dörfern Karida und Peta seit Samstag getötet worden. Sechs Menschen seien am Samstag in der Nähe von Peta überfallen und getötet worden, sagte Polizeiinspektor Teddy Augwi der Zeitung. Die Familien der Opfer hätten sich am folgenden Tag mit Gewehren gerächt, und 16 bis 18 Menschen in Karida getötet, darunter auch Schwangere.

"Das ist kein Kampf zwischen Indigenen, bei dem sich gegnerische Dorfbewohner gegenüberstehen", sagte Augwi. "Das ist ein Kampf mit Guerilla-Kriegsführung, das heisst, sie spielen Verstecken miteinander und überfallen ihre Feinde aus dem Hinterhalt." Viele Dorfbewohner seien vor der Gewalt geflohen.

Gewalt zwischen verschiedenen indigenen Völkern und Vergeltung für Verwandte sind in Papua-Neuguineas Landesinneren nicht unüblich. Ob es Festnahmen gegeben hatte, war am Mittwoch noch nicht klar. Ein Polizeisprecher war zunächst nicht zu erreichen. Der Ministerpräsident von Papua-Neuguinea sagte laut ABC, den Verantwortlichen könne die Todesstrafe drohen.

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