USA - Libyen

Libyer in USA nach Bengasi-Anschlag zu Freiheitsstrafe verurteilt

Trauer um den beim Anschlag getöteten US-Botschafter Chris Stevens. (Archivbild(

Trauer um den beim Anschlag getöteten US-Botschafter Chris Stevens. (Archivbild(

Wegen des tödlichen Angriffs auf das Konsulat der USA im libyschen Bengasi im Jahr 2012 ist ein Libyer in den USA zu einer fast 20-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Strafmass wurde am Donnerstag von einem Bundesrichter in Washington verkündet.

Unter anderem wegen terroristischer Verbrechen wurde der 47-jährige Mann zu 19 Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Bei dem Angriff am 11. September 2012 waren der US-amerikanische Botschafter Chris Stevens, einer seiner Mitarbeiter und zwei US-Sicherheitskräfte getötet worden.

Der nun Verurteilte wurde fünf Jahre danach von US-Truppen in Libyen gefasst. Er habe eine "wichtige Rolle" bei dem Anschlag auf das Konsulat gespielt, erklärte die US-Bundesanwältin Jessie Liu zu dem Richterspruch.

Nach Angaben der Ermittler hatte der Verurteilte während des Angriffs in Verbindung zu einem anderen Libyer gestanden, der bereits im Jahr 2018 in den USA wegen des Anschlags verurteilt worden war.

Der Anschlag von Bengasi hatte im US-Wahlkampf 2016 eine grosse Rolle gespielt. Der heutige Präsident Donald Trump warf seiner damaligen Rivalin Hillary Clinton vor, als Aussenministerin nicht für ausreichenden Schutz des Konsulats gesorgt zu haben.

Clinton übernahm die politische Verantwortung für die Geschehnisse. Allerdings sei sie in die Sicherheitsvorkehrungen für das Konsulat nicht persönlich eingebunden gewesen, führte sie ins Feld.

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