Epidemie

Liberias Präsidentin warnt vor Ebola - Krisensitzung in Ghana

UNICEF-Mitarbeiter informieren Liberianer über das Ebola-Virus

UNICEF-Mitarbeiter informieren Liberianer über das Ebola-Virus

Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf hat ihre Landsleute am Dienstag vor einer weiteren Ausbreitung des gefährlichen Ebola-Virus in dem westafrikanischen Land gewarnt. Nach neuesten WHO-Zahlen starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone 467 Personen an Ebola.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden allein in Liberia bis Ende Juni 90 Fälle der Krankheit bestätigt. 49 Patienten starben. Ebola verläuft in den meisten Fällen tödlich. "Ich möchte alle Mitbürger öffentlich darüber informieren, dass die Epidemie real ist und in unserem Land Menschen tötet", sagte Johnson Sirleaf. Sie forderte die Bevölkerung auf, mögliche infizierte Familienmitglieder nicht in Häusern zu verstecken.

Das Virus war im März in Guinea ausgebrochen und hatte sich in die Nachbarländer Liberia und Sierra Leone ausgebreitet.

In den drei westafrikanischen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone seien bislang 759 Fälle von hämorrhagischem Fieber verzeichnet worden, darunter 544 bestätige Ebola-Fälle, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mit. Von den Infizierten seien 467 Menschen gestorben. Innerhalb eines Monats erhöhte sich damit die Zahl der Toten um fast 130.

Krisensitzung

"Das macht den derzeitigen Ausbruch zum schwersten aller Zeiten, nicht nur was die Zahl der Fälle und der Toten betrifft, sondern auch bezüglich der geografischen Verbreitung", so die WHO.

Die Behörde hat für Mittwoch und Donnerstag in Accra in Ghana eine Krisensitzung der Gesundheitsminister aus der Region und zahlreicher internationaler Experten einberufen. Dabei geht es darum, wie die derzeitige Epidemie eingedämmt und zukünftige Ebola-Ausbrüche verhindert werden können.

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