Ukraine

Kerry: Geplantes Referendum in Donezk «erfunden und gefälscht»

EU-Aussenbeauftragte Ashton mit US-Aussenminister Kerry (Archiv)

EU-Aussenbeauftragte Ashton mit US-Aussenminister Kerry (Archiv)

Die US-Regierung hat die geplanten Volksabstimmungen in der Ostukraine über eine Abspaltung von Kiew scharf kritisiert. Wir lehnen dieses illegale Bestreben, die Ukraine weiter zu spalten, entschieden ab», sagte US-Aussenminister John Kerry nach einem Treffen mit der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton in Washington..

Der US-Chefdiplomat bezeichnete das für Sonntag angesetzte Referendum über die Selbstständigkeit der fiktiven "Volksrepublik Donezk" in der Ostukraine als erfunden, gefälscht und rechtswidrig. "Keine zivilisierte Nation wird die Ergebnisse eines solch betrügerischen Bemühens anerkennen."

Sowohl Kerry als auch Ashton sprachen von neuen Sanktionen gegen Moskau, falls die Krise nicht entschärft und faire und freie Wahlen ermöglicht würden, die für den 25. Mai geplant sind. Russland drohten zusätzliche, weitreichende Konsequenzen in einem "breiten Spektrum von Bereichen", sagte Ashton.

Zuvor hatten die USA bereits mehrfach mit Strafmassnahmen gegen ganze russische Wirtschaftszweige gedroht, die hierfür nötige Verfügung hat Präsident Barack Obama bereits erlassen. "Wir werden nicht daneben sitzen, während russische Elemente das Feuer der Instabilität entfachen", versicherte Kerry.

Schon jetzt hätten die Sanktionen für die russische Wirtschaft einen "beissenden Effekt" gehabt. Kerry wollte im Verlaufe des Tages mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow telefonieren, um über die Krise in der Ostukraine zu sprechen.

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