Saudi-Arabien

Iran dementiert offiziell Beteiligung an Angriff auf Ölanlagen

Eine Satellitenaufnahme zeigt den schwarzen Rauch, der über dem Abkaik Öl-Feld von Saudi Aramco aufsteigt. (Archivbild)

Eine Satellitenaufnahme zeigt den schwarzen Rauch, der über dem Abkaik Öl-Feld von Saudi Aramco aufsteigt. (Archivbild)

In einem offiziellen Schreiben an die USA hat Iran jegliche Beteiligung an den Angriffen auf saudische Ölanlagen zurückgewiesen. Sie hätten mit dem Angriff nichts zu tun, hiess es in dem Brief, der den USA über die Schweizer Botschaft in Teheran zugestellt wurde.

Die Schweiz vertritt im Iran die diplomatischen Interessen der USA. "Falls gegen den Iran eine (Militär-)Aktion ausgeübt werden sollte, werden wir die umgehend erwidern und die Dimensionen wären nicht limitiert", heisst es in dem Schreiben des iranischen Aussenministeriums, aus dem die Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch zitierte. Es soll der Schweizer Botschaft schon am Montag übergeben worden sein.

Am vergangenen Samstag wurden saudische Ölanlage aus der Luft angegriffen und in Brand gesetzt. Die Huthi-Rebellen im Jemen, die in dem Land immer wieder von der saudischen Luftwaffe attackiert werden, bekannten sich zu den Angriffen. Die USA bezichtigen aber den Iran.

"Unterstellungen gegen den Iran"

Auch Präsident Hassan Ruhani bestritt am Mittwoch jede iranische Beteiligung an den Angriffen. Die Unterstellungen der USA seien absurd und auch für die international Gemeinschaft unglaubwürdig. "Neben den politischen und wirtschaftlichen Sanktionen kommen die USA nun auch mit Unterstellungen gegen den Iran", fügte Ruhani hinzu.

Die Amerikaner schicken nach den Worten von Ruhani "Schiesspulver" in die Region und machten dann andere Länder dafür verantwortlich, wenn es knallt. Die Jemeniten hätten aber das legitime Recht, sich gegen die Vernichtung ihres Landes zu wehren.

"Sie haben kein Spital getroffen (...), sie haben keine Schule getroffen (...). Sie haben nur ein Industriezentrum getroffen, um Euch zu warnen". Diese Warnungen sollten ernst genommen und das Kriegsfeuer in Jemen sollte ein für allemal gelöscht werden, sagte Ruhani weiter.

"Augen vor Wahrheit verschliessen"

Auch der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif kritisierte die US-Politik im Jemen und forderte ein Ende des Krieges dort. "Die USA zeigen sich unbeteiligt, wenn ihre Alliierten vier Jahre lang gnadenlos Babys bomardieren, aber regen sich furchtbar auf, wenn die Opfer mit der Bombardierung von Ölraffinerien reagieren", twitterte er.

Die USA würden ihre Augen vor der Wahrheit verschliessen, wenn sie glaubten, dass die Jemeniten nach mehr als vier Jahren Kriegsverbrechen nicht zurückschlagen würden, so der iranische Chefdiplomat. Zudem sei es den Amerikanern wohl peinlich, dass Waffenlieferungen in dreistelliger Milliardenhöhe an ihre Verbündeten die jemenitischen Angriffe nicht hätten stoppen können.

"Aber nun den Iran zu beschuldigen, wird auch nichts ändern. (...) Die einzige Lösung ist, diesen Krieg zu beenden", schrieb Sarif weiter.

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