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Gedenken zum Jahrestag des Halle-Anschlags in Deutschland

Vor der Synagoge in Halle erinnern Kränze an den Anschlag vor einem Jahr. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Vor der Synagoge in Halle erinnern Kränze an den Anschlag vor einem Jahr. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Jahr nach dem rechtsextremen und antisemitischen Terroranschlag in Halle ist in der ostdeutschen Stadt am Freitag der Toten und Verletzten gedacht worden.

Am Morgen legten unter anderem der Zentralrat der Juden und die Landtagspräsidentin von Sachsen-Anhalt, Gabriele Brakebusch, grosse Gedenkkränze vor der Synagoge ab. Auch am angegriffenen Döner-Imbiss in der Nähe lagen frische Blumen.

Am Hauptbahnhof malten Vertreter des Landesnetzwerks der Migrantenorganisationen (Lamsa) erste Strichmännchen aus Kreide auf den Boden. Aus den Kreidezeichnungen soll als Zeichen der Solidarität eine gemalte, kilometerlange Menschenkette durch die Innenstadt werden, wie Lamsa-Chef Mamad Mohamad zum Auftakt sagte.

Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Mann vergeblich versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der mehr als 50 Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten. Als das misslang, erschoss der Mann eine 40 Jahre alte Passantin, tötete beim Angriff auf einen nahe gelegenen Döner-Imbiss einen 20-Jährigen und verletzte und traumatisierte zahlreiche weitere Menschen, ehe er nach rund eineinhalb Stunden gefasst wurde.

Vor dem Oberlandesgericht Sachsen-Anhalts läuft gerade der Prozess gegen den 28 Jahre alten Angeklagten Stephan Balliet. Der Deutsche hat die Tat eingestanden.

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