Wegen einer schweren psychischen Erkrankung dürfte er zur Tatzeit schuldunfähig gewesen sein.

Unmittelbar nach Prozessbeginn schloss das Düsseldorfer Landgericht die Öffentlichkeit von dem Verfahren aus - gegen den ausdrücklichen Widerspruch des Beschuldigten. Er habe kein Problem damit, dass Zuschauer und Medienvertreter im Saal seien, sagte er: "Die sollen darüber schreiben."

Der junge Mann soll im vergangenen April in Düsseldorf seinen Vater angegriffen und beinahe umgebracht haben. Zunächst habe er ihn mit einer abgebrochenen Flasche im Gesicht verletzt und dann mit einem Messer auf ihn eingestochen, sagte der Staatsanwalt. Zu der Zeit war der junge Mann bereits seit längerer Zeit in Behandlung.

Als Rapper "Diego" hatte er in der Casting-Show für Wirbel gesorgt, war auf den Tisch der Jury gesprungen und hatte sich in seinem Song ("I'm a casting bitch") über das Showformat lustig gemacht. Er schaffte es in die Zwischenrunde, aber nicht ins Finale.

Das Landgericht hat für den Fall sechs Verhandlungstage angesetzt. Der lebensgefährlich verletzte Vater wird im Verfahren durch einen Rechtsanwalt vertreten. Was die Attacke ausgelöst habe, sei unklar, sagte der. Möglicherweise habe der Sohn seines Mandanten zuvor seine Medikamente abgesetzt. Die Justiz prüft in dem sogenannten Sicherungsverfahren die dauerhafte Unterbringung des Ghanaers in einer geschlossenen Psychiatrie.