Er hatte bereits zuvor angedeutet, aus dem Rennen aussteigen zu wollen, falls er die nächste US-weit im Fernsehen übertragene Debatte verpassen könnte. Daran kann nur teilnehmen, wer bei Umfragen und Spenden bestimmte Werte erreicht hat.

Der weniger bekannte Swalwell hatte bei einer TV-Debatte der Bewerber Ende Juni einen Seitenhieb gegen den Spitzenreiter in den Umfragen, Ex-Vizepräsident Joe Biden, gelandet. Mit Blick auf dessen fortgeschrittenes Alter hatte der kalifornische Abgeordnete lakonisch erklärt: "Joe Biden hatte Recht, als er vor 32 Jahren sagte, dass es an der Zeit ist, die Fackel an eine neue Generation von Amerikanern zu übergeben." Bidens Antwort darauf war gewesen: "Ich halte noch an dieser Fackel fest."

Warren sammelt über 19 Millionen Dollar

Fest im Sattel scheint dagegen Senatorin Elizabeth Warren zu sein. Sie sammelte im zweiten Quartal dieses Jahres 19,1 Millionen Dollar Wahlkampfspenden, wie ihre Kampagne am Montag bekanntgab. Ihr grösster Rivale beim Buhlen um Unterstützer aus dem linken Spektrum ist Bernie Sanders, Senator aus Vermont. Er hatte für das zweite Quartal 18 Millionen Dollar gemeldet.

Was die Wahlkampfspenden im zweiten Quartal angeht, muss sich Warren - Senatorin aus Massachusetts - lediglich Pete Buttigieg und Joe Biden geschlagen geben. Der Bürgermeister aus South Bend in Indiana hatte vor einer Woche erklärt, fast 25 Millionen Dollar Wahlkampfspenden eingenommen zu haben. Und Biden, Spitzenreiter in den Umfragen, sammelte seit der Bekanntgabe seiner Kandidatur Ende April 21,5 Millionen Dollar. Das Wahlkampfteam der ebenfalls hochgehandelten kalifornischen Senatorin Kamala Harris nahm im zweiten Quartal 12 Millionen Dollar ein.

Warren konnte ihre Wahlkampfspenden mehr als verdreifachen. In den ersten drei Monaten des Jahres sammelte sie sechs Millionen Dollar. Neben Bernie Sanders ist sie die einzige Kandidatin, die auf grosse Geldgeber verzichtet und stattdessen auf Kleinspenden setzt. Die 19,1 Millionen Dollar kamen von mehr als 384'000 Spendern.