Mitte Juni schrieben die Einwohner von Ostritz Schlagzeilen, als sie den gesamten Biervorrat eines Ladens aufkauften, damit Besucher eines Rechtsrockkonzert auf dem Trockenen sitzen blieben. Nun zieht die Polizei aus Thüringen, das etwas westlicher als Ostritz liegt, nach.

Am kommenden Wochenende ist in der Ortschaft Themar ein Rechtsrock-Konzert angesagt. Nahe des Festivalgeländes gibt es eine Tankstelle, an der sich Rechtsextreme in der Vergangenheit mit Alkohol versorgten. Doch damit ist nun Schluss. Denn die Tankstelle wird während des Konzerts zum Hauptquartier der Polizei.

Der Vize-Präsident der Thüringer Landespolizei, Thomas Quittenbaum, sagte, der Pächter schließe die Tankstelle und stelle der Polizei die Flächen dort zur Verfügung, wie die «Welt» berichtet. «Wir werden dort während des Festivals einen Führungspunkt haben und Logistik», so Quittenbaum.

Wie bereits in Ostritz, wird es auch auf dem Festivalgelände in Themar verboten sein, Alkohol auszuschenken. Dies hat das Verwaltungsgericht in Meinigen am Montag bestätigt. Und wenn dann auch die Tankstelle vor dem Konzertgelände von der Polizei besetzt ist, wird es für die Rechtsextremen schwieriger werden, an Bier zu kommen. (ohe)