Humanitäre Hilfe

Das IKRK braucht mehr Geld für Nothilfe im Osten Kongos

Kongolesische Rebellen transportieren Lebensmittel (Archiv)

Kongolesische Rebellen transportieren Lebensmittel (Archiv)

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) verstärkt seine Nothilfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo. IKRK-Präsident Peter Maurer forderte von den Geberländern eine Erhöhung des Budgets um 10 Millionen Franken auf insgesamt 68 Millionen Franken in diesem Jahr.

"Das Ausmass der Gewalt und der Verletzungen des humanitären Völkerrechts hat stark zugenommen", sagte Maurer am Dienstag an einer Medienkonferenz in Genf. Der IKRK-Präsident hatte Kongo und Ruanda vom 21. bis zum 25. April besucht.

Selten in den 35 Jahren des Konflikts im Kongo habe die Gewalt eine solche Intensität erreicht, sagte Maurer. "Wir müssen ein starkes Signal senden, dass die internationale Gemeinschaft bereit ist, sich zu mobilisieren."

Die Kriegesopfer in den beiden Kivu-Provinzen werden immer zahlreicher. Die Zivilbevölkerung ist das Ziel von Angriffen durch bewaffnete Gruppen. Am stärksten gefährdet sind Frauen, Kinder und ältere Menschen, wie Maurer erklärte.

Im Zentrum des Krieges steht die rohstoffreiche Provinz Nord-Kivu, wo Rebellen gegen Regierungstruppen kämpfen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte im März den Einsatz einer offensiv ausgerichteten Eingreiftruppe in der Region beschlossen. Diese solle die Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo "ausschalten" und "entwaffnen".

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