Coronavirus

Corona als Chance: Die Wirtschaft muss grüner werden

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die EU grüner machen. (Archivbild)

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die EU grüner machen. (Archivbild)

Ursula von der Leyen will im Zuge der Corona-Krise die Wirtschaft dazu bringen, sauberer und gesünder zu werden.

Ursula von der Leyen will den Wiederaufbau nach Corona nutzen, um gleichzeitig die europäische Wirtschaft auf Grün zu trimmen. «Wir müssen diese Gelegenheit mutig nutzen, um eine moderne, saubere und gesunde Wirtschaft aufzubauen», hat die EU-Kommissionspräsidentin angekündigt.

Unterstützt wird sie dabei von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die explizit fordern, mit dem Wiederaufbau den Klimaschutz und die Digitalisierung voranzutreiben. Die Coronamilliarden dürften unter anderem in erneuerbare Energien und Wasserstofftechnologien fliessen. Ausserdem will von der Leyen eine grüne Verkehrswende herbeiführen. Dazu könnten eine Kaufprämie für Elektroautos und ein starker Ausbau des Ladesäulennetzes in ganz Europa gehören.

Details dazu will von der Leyen heute Mittwoch präsentieren. Auch bei den Investitionsprogrammen dürfte der Fokus auf Grün gelegt werden und vor allem Branchen und Unternehmen mit ökologischen Zukunftsaussichten gefördert werden. Schon vor der Coronakrise hat sich die EU-Kommission darauf festgelegt, dass 25 Prozent ihrer Ausgaben der Erreichung der Klimaziele dienen sollen und ein Bewertungsraster nach ökologischen Gesichtspunkten entwickelt. Eine ähnliche Methode könnte nun auch für den Wiederaufbaufonds zur Anwendung kommen. Dazu kommt, dass die EU-Kommission anscheinend plant, zur Finanzierung des Wiederaufbaus eigene Einnahmequellen vorzuschlagen. Im Gespräch sind neben einer Digitalsteuer eine Plastiksteuer und eine erweiterte CO2-Steuer. (rhb)

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