Grossbritannien

Britische Regierung zeigt sich empört über Pferdefleisch-Skandal

Cameron will die Lebensmittelstandards überprüfen (Archiv)

Cameron will die Lebensmittelstandards überprüfen (Archiv)

Der Pferdefleisch-Skandal in Grossbritannien hat Premierminister David Cameron auf den Plan gerufen. Eine Cameron-Sprecherin nannte den erneuten Fund von Pferdefleisch in Rindfleisch-Produkten «sehr widerlich» und sprach von kriminellem Verhalten.

Die britische Regierung kündigte an, ihre Lebensmittelstandards zu überprüfen. Ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung gebe es aber nicht. In Grossbritannien bewegt der Skandal die Gemüter. Anders als etwa in der Schweiz ist der Verzehr von Pferdefleisch in Grossbritannien und Irland tabu.

Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass in Rindfleisch-Lasagnen des Tiefkühlanbieters Findus Pferdefleisch-Anteile gefunden wurden. Findus leitete daraufhin einen Rückruf der Waren ein.

Ebenfalls ohne Deklaration mit Pferdefleisch versetzte Produkte wurden davor bereits in britischen Filialen der Supermarktketten Aldi, Lidl, Iceland und Co-operative Group entdeckt. Seit Wochen ermitteln die Behörden wegen ähnlicher Funde beim heimischen Branchenprimus Tesco und bei Burger King.

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