Gesundheit

Bill Gates investiert 50 Millionen in den Kampf gegen Alzheimer – auch aus persönlicher Betroffenheit

Bill Gates neueste Mission: Er will Alzheimer kurieren.

Bill Gates neueste Mission: Er will Alzheimer kurieren.

Der Microsoft-Gründer Bill Gates will ein Heilmittel gegen Alzheimer finden – er investiert 50 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen in die Stiftung «Dementia Discovery Fund».

Zur Zeit gibt es kein Medikament, das die Alzheimer-Erkrankung stoppen könnte. Wie CNN berichtet, gibt es alleine in Amerika 5 Millionen Patienten, die jährlichen Pflegekosten belaufen sich auf 250 Milliarden Dollar. Bis ins Jahr 2050 rechnen Experten mit 16 Millionen Patienten und Kosten von rund einer Billion Dollar, sollte kein Heilmittel gefunden werden.

Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates investiert nun 50 Millionen Dollar in die Dementia Discovery Fund, eine öffentlich-private Partnerschaft zur Bekämpfung von Gehirnerkrankungen.

Bill Gates investiert 50 Millionen Dollar in den Kampf gegen Alzheimer

Bill Gates investiert 50 Millionen Dollar in den Kampf gegen Alzheimer

   

Für Gates ist es auch ein persönlicher Kampf: Er habe Angehörige in der Familie, die von der Krankheit betroffen seien. «Ich habe gesehen, wie hart es ist. Das ist nicht meine einzige Motivation, aber gab mir den Anstoss», sagt er gegenüber CNN.

Seit 2002 wurden mehr als 400 Alzheimer-Arzneimitteltests durchgeführt – ohne Erfolg. Zwar gibt es Medikamente, die die kognitiven Symptome wie Gedächtnisverlust oder Verwirrung lindern, aber keine, die Alzheimer direkt bekämpfen. 

Die Krankheit ist nach dem deutschen Arzt Alois Alzheimer benannt, der sie erstmals 1906 als «merkwürdige Erkrankung» beschrieb, nachdem er bei einer Patientin Symptome wie Erinnerungsverlust, starker Paranoia und andere psychologische Veränderungen diagnostiziert hatte. Bei einer Autopsie ihres Gehirns stellte er fest, dass dieses erheblich geschrumpft war. Zudem fand er ungewöhnliche Ablagerungen in und um ihre Nervenzellen.

Gates will weg vom «Mainstream»

Wissenschaftler identifizierten die Ablagerungen Jahrzehnte später als Knäuel von Proteinen namens Amyloid und Tau. Sie wurden zum Kennzeichen von Alzheimer. Dank neuer Technik können diese Plaques seit fünf Jahren auch in lebenden Personen nachgewiesen werden. Dies stimmt Dr. James Hendrix, Leiter des Alzheimer Association's Global Science Innovation Teams, hoffnungsvoll: «Wenn wir die frühesten Anzeichen von Alzheimer erwischen, behandeln wir ein grösstenteils gesundes Gehirn und können es auch grösstenteils gesund halten. Sobald der Schaden da ist, wird es sehr schwierig, diesen zu reparieren», sagt er gegenüber CNN.

Ein Grossteil der Alzheimer-Forschung fokussierte bisher auf diese Tau- und Amyloid-Proteine. Mit seiner Spende hofft Gates, den Weg für neue Ideen zu ebnen. So zum Beispiel die Erforschung von Gliazellen, die das Immunsystem aktivieren. «Eine Kombination aus Mainstream und neuen Ideen wird zu potenziellen Behandlungen in naher Zukunft führen», glaubt Gates. (kob/sam)

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