Norwegen

Bergung von havarierter Fregatte in Norwegen hat begonnen

Mit Spezialkränen wird das norwegische Kriegsschiff "Helge Ingstad" in einem Hafen im Norden von Bergen aus dem Wasser gehoben.

Mit Spezialkränen wird das norwegische Kriegsschiff "Helge Ingstad" in einem Hafen im Norden von Bergen aus dem Wasser gehoben.

Dreieinhalb Monate nach der Havarie eines Kriegsschiffes auf dem Rückweg von einem Nato-Manöver hat in Norwegen die Bergung der Fregatte begonnen. Taucher fingen in der Nacht zum Dienstag im Hjeltefjord bei Bergen mit den ersten Arbeiten an.

Mit Spezialkränen soll die unter Wasser liegenden "Helge Ingstad" Stück für Stück aus dem Fjord gehoben werden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums soll der Einsatz fünf bis sechs Tage dauern, sofern das Wetter nicht plötzlich umschlägt.

An der Aktion sind knapp 300 Einsatzkräfte beteiligt. Eigentlich hätten die Arbeiten schon am Montag beginnen sollen. Die Bergungsleitung entschied sich jedoch, einen neuen Wetterbericht abzuwarten. Die beiden Kranplattformen mit ihren jeweils zwei Armen müssen für die Bergung in ruhigem Wasser liegen, für Mittwoch war zunächst leichter Wellengang angesagt worden.

Die "Helge Ingstad" war am 8. November auf der Heimfahrt vom Nato-Manöver "Trident Juncture" zurück zu einem Marinestützpunkt in der Nähe von Bergen mit dem Tankschiff "Sola TS" kollidiert. Dabei wurde die Fregatte so stark beschädigt, dass sie auf Grund lief und fast vollständig unterging.

Alle 137 Menschen an Bord konnten gerettet werden, acht von ihnen wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Nach Angaben der Staatlichen Havariekommission hatte die Brückenbesatzung der "Helge Ingstad" den Tanker für ein stationäres Objekt gehalten.

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