USA

Amoklauf in Sihk-Tempel im Bundesstaat Wisconsin

Schwer bewaffnete Polizisten auf dem Weg zum Tempel. key

Schwer bewaffnete Polizisten auf dem Weg zum Tempel. key

USA Sieben Menschen sterben bei Schiesserei im US-Staat Wisconsin

Bei einer Schiesserei in einem Sikh-Tempel im US-Staat Wisconsin sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Darunter sei der mutmassliche Schütze, teilte die Polizei mit. Mindestens drei Menschen wurden schwer verletzt ins Spital gebracht.

Polizeichef Bradley Wentlandt sagte, es sei vermutlich einem einzelnen Polizisten zu verdanken, dass es nicht mehr Opfer gab. Er habe den Schützen konfrontiert und sei dabei durch mehrere Kugeln schwer verletzt worden. Es sei ihm aber gelungen, den Täter selbst «niederzustrecken». Laut Wentlandt handelte es sich wahrscheinlich um einen Einzeltäter. Zunächst war befürchtet worden, Komplizen hätten sich mit Geiseln in dem Tempel in Oak Creek verschanzt. Die Lage sei aber noch «in Bewegung», sagte er. Das Motiv des Täters war zunächst unklar.

Zwei Wochen nach Kino-Massaker

Der Schütze hatte den Polizeiangaben zufolge das Feuer am Sonntagvormittag gegen 10.25 Uhr (Ortszeit) in dem Tempel eröffnet. Vier Menschen seien im Gebäude ums Leben gekommen, drei im Freien. Lokalsendern zufolge hielten sich zum Zeitpunkt der Bluttat möglicherweise bis zu 100 Menschen in dem Gebäude auf. Oak Creek hat eine wachsende Sikh-Gemeinde mit etwa 400 Mitgliedern. In weiteren Berichten hiess es, die Schüsse seien während Vorbereitungen auf ein Mittagessen der Gläubigen gefallen.

Die Schiesserei passierte nur etwa zwei Wochen nach dem Massaker in einem Kino in Colorado. Dort hatte ein Amokläufer bei einer «Batman»-Premiere 12 Menschen erschossen und knapp 60 verletzt. Darauf entbrannte erneut eine Debatte über die freizügigen Waffengesetze in den USA. Der Angeklagte James Holmes muss sich wegen Massenmordes vor Gericht verantworten. Ihm droht die Todesstrafe.

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