Nahost

Ägyptens Präsident Mursi drängt Palästinenser zur Versöhnung

Brüder im Geiste: Mursi (rechts) und Maschaal in Kairo

Brüder im Geiste: Mursi (rechts) und Maschaal in Kairo

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi bemüht sich, den Versöhnungsprozess zwischen den rivalisierenden Palästinenserfraktionen voranzutreiben. Am Mittwoch empfing Mursi in Kairo Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Hamas-Exilchef Chaled Maschaal zu zwei separaten Gesprächen.

Danach trafen sich Abbas und Maschaal in Kairo. An den Gesprächen nahmen auch Delegationen der Fatah und der Hamas teil, wie ein AFP-Korrespondent berichtete.

Ziel des Treffens war es, die innerpalästinensische Aussöhnung voranzutreiben. Es war das erste Treffen der Chefs der beiden rivalisierenden Palästinenserparteien seit Februar 2012.

Das Verhältnis zwischen der im Westjordanland regierenden Fatah und der Hamas ist seit der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen 2007 äusserst angespannt. Ein im April 2011 vereinbartes Abkommen blieb wegen Unstimmigkeiten über die Umsetzung bislang unbeachtet.

Seit der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im November und dem UNO-Votum für einen aufgewerteten Beobachterstatus der Palästinenser haben sich beide Seiten jedoch wieder angenähert. Der Hamas-Vertreter Jussef Risk warnte am Mittwoch jedoch, das Treffen in Kairo führe nicht zwangsläufig zur Umsetzung des Abkommens von 2011.

Ägyptens Präsident Mursi hat die Vermittlerrolle im Nahost-Konflikt von seinem Vorgänger Husni Mubarak geerbt. Während Mubarak mehr Sympathie für die Fatah-Bewegung von Präsident Abbas hegte, steht der Islamist Mursi der Hamas-Bewegung ideologisch näher.

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