PEINLICH
Sofagate Neuauflage: Ugandischer Aussenminister lässt Ursula von der Leyen eiskalt stehen – erst Macron rettet die Situation

Am Gipfel der EU mit der afrikanischen Union leistet sich der ugandische Vertreter einen Affront gegenüber Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Kollege EU-Ratspräsident Charles Michel gibt einmal mehr eine schlechtes Bild ab.

Remo Hess, Brüssel

Wurde stehengelassen: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Screenshot European Council

Erinnern Sie sich an das «Sofagate»? Es war vor knapp einem Jahr beim Empfang der EU-Spitzen Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Während Michel neben Erdogan auf dem Stuhl platznehmen durfte, wurde von der Leyen abseitig auf das Sofa verbannt. Die verdutzte Kommissionschefin konnte nur mit einem peinlichen «Ääääähm» reagieren, als sie erkannte, dass für sie kein Stuhl da war.

Vor einem Jahr beim EU-Türkei-Treffen in Ankara bekam Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nur einen Sofa-Platz am Rande.

Visthanna Vimalakanthan/CHMedia

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Sofagate Neuauflage: Ugandischer Aussenminister lässt Ursula von der Leyen eiskalt stehen – erst Macron rettet die Situation

Am Gipfel der EU mit der afrikanischen Union leistet sich der ugandische Vertreter einen Affront gegenüber Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Kollege EU-Ratspräsident Charles Michel gibt einmal mehr eine schlechtes Bild ab.

Remo Hess, Brüssel

Wurde stehengelassen: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Screenshot European Council

Erinnern Sie sich an das «Sofagate»? Es war vor knapp einem Jahr beim Empfang der EU-Spitzen Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Während Michel neben Erdogan auf dem Stuhl platznehmen durfte, wurde von der Leyen abseitig auf das Sofa verbannt. Die verdutzte Kommissionschefin konnte nur mit einem peinlichen «Ääääähm» reagieren, als sie erkannte, dass für sie kein Stuhl da war.

Vor einem Jahr beim EU-Türkei-Treffen in Ankara bekam Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nur einen Sofa-Platz am Rande.

Visthanna Vimalakanthan/CHMedia

Michel musste sich nachher anhören, dass es ihm an Manieren fehle, weil er nicht protestiert habe. Der Vorwurf des Sexismus stand im Raum. Wenn er könnte, würde er in der Zeit zurückgehen, sagte entschuldigte sich Michel darauf kleinlaut. Er habe schlaflose Nächte gehabt und von der Leyen sein Bedauern ausgesprochen.

Kein Stuhl für von der Leyen: Das "Sofagate" sorgte über Wochen für Schlagzeilen.

Keystone

WIe bestellt und nicht abgeholt: Ugander ignoriert von der Leyen

Viel gelernt zu haben scheint der Belgier aus dem Vorfall aber nicht. Beim Gipfeltreffen zwischen der EU und der Afrikanischen Union kam es am Donnerstag zu einer ganz ähnlich peinlichen Szene. Bei der Begrüssungszeremonie lief der ugandische Aussenminister General Jeje Odongo einfach an von der Leyen vorbei und steuert direkt Ratspräsident Michel an. Wie bestellt und nicht abgeholt steht von der Leyen daneben. Ein Fremdschäm-Moment. Anschliessend gibt Odongo auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Hand, bevor er sich zum gemeinsamen Foto in die Mitte stellt.

Spätestens jetzt wäre für Michel der Moment gewesen, zu intervenieren und dem Gast zu bedeuten, dass er doch bitte auch die Kommissionspräsidentin begrüssen solle. Aber Michel schweigt. Stattdessen ist es Emmanuel Macron, der die Situation rettet: Mit einer Handbewegung dirigiert er Odongo zu von der Leyen, der ihr schliesslich mit einem längeren Zunicken doch noch die Ehre einer Begrüssung erweist.

Auch auf Twitter-Beitrag: Von der Leyen wurde «gecancelt»

Dass sein Auftritt alles andere als ein diplomatisches Missverständnis zu gewesen sein scheint, gab der ugandische Minister gleich selbst via Twitter zu verstehen. In einem Post schreibt Odongo von der Begrüssung durch den Ratspräsidenten Michel und Frankreichs Präsidenten Macron. Und von der Leyen, immerhin eine der mächtigsten Politikerinnen in Europa? Nicht eine Erwähnung wert. Deutlich auch das Foto, das Odongo dazu gepostet hat: Von der Leyen ist schlicht nicht drauf, obwohl sie gleich daneben stand.