Zurzibiet/Hochrhein
Für 1,3 Millionen Euro: Stiftung will Zusammenhalt über Grenze hinweg fördern

Die Bevölkerung beidseits des Rheins soll die Region aktiv mitgestalten. Das ist das Ziel des Förderprogrammes Common Ground der deutschen Robert Bosch Stiftung.

Drucken
Teilen
Diese Brücke in Kaiserstuhl verbindet zwei Länder miteinander.

Diese Brücke in Kaiserstuhl verbindet zwei Länder miteinander.

Sandra Ardizzone

Grenzüberschreitende Offenheit und Solidarität wecken, Verständnis für andere kulturelle Sichtweisen stärken und den Zusammenhalt über Grenzen hinweg fördern: Das möchte die deutsche Robert Bosch Stiftung mit dem Förderprogramm Common Ground erreichen. Um die Bevölkerung zu motivieren, ihre Grenzregion mitzugestalten, investiert die Stiftung 1,3 Millionen Euro, schreibt die Hochrheinkommission (HRK) in einer Mitteilung.

Die HRK freue sich über das neue Förderprogramm. Deren Präsident und Landammann Stephan Attiger sagt: «Die Erfahrung der Vernehmlassung zeigt, dass sich eine gute Beteiligung der Bürgerschaft, Unternehmen und anderen betroffenen Einrichtungen bei Grossprojekten lohnt.» Der Ansatz grenzüberschreitend zu denken, sei daher sinnvoll und begrüssenswert. HRK-Vizepräsident und Waldshuter Landrat Martin Kistler ergänzt: «Die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger, aktiv an der Gestaltung und Entwicklung unserer Grenzregion mitzuwirken, unterstütze ich sehr.»

Alle Themen sollen dem Gemeinwohl dienen

Bewerben können sich Gemeinden, Kommunalverbände, Landkreise und Kantone gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich sowie weiteren europäischen Ländern. Grundsätzlich sind gemäss Mitteilung alle Themen denkbar, die dem Gemeinwohl dienen.

Beispielsweise die Entwicklung der grenzüberschreitenden Energieversorgung und Abfallbeseitigung. Oder Projekte zur gemeinsamen Entwicklung von Konzepten für die Region, wie eines grenzübergreifenden Tourismus-, Kultur-, Mobilitäts- oder Klimaschutzkonzepts, aber auch ein gemeinsames Konzept für öffentliche Einrichtungen für Einwohnerinnen und Einwohner auf beiden Seiten der Grenze, wie etwa ein gemeinsames Schwimmbad. (az)

Aktuelle Nachrichten