Leibstadt
Drei Schweizer Atomkraftwerke für Revisionen abgeschaltet

Drei der fünf Schweizer Atomkraftwerke liefern derzeit keinen Strom. Die AKW in Leibstadt und Mühleberg sowie der Reaktorblock 2 des AKW Beznau in Döttingen sind für die Jahresrevisionen und das Auswechseln von Brennelementen vom Netz.

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Blick aufs AKW Leibstadt (Archivbild)

Blick aufs AKW Leibstadt (Archivbild)

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Das Atomkraftwerk Leibstadt im Kanton Aargau ist am Montag für die rund vier Wochen dauernde Jahresrevision vom Stromnetz gegangen. Rund ein Fünftel der 648 Brennelemente sollen ausgewechselt werden.

Zudem finden Instandhaltungsarbeiten und zahlreiche Inspektion am Reaktor statt, wie die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) am Montag mitteilte. Rund 1000 zusätzliche Arbeitskräfte helfen mit, die diversen Systeme zu überprüfen.

Auch der Reaktorblock 2 des AKW Beznau in Döttingen AG ging am Montag für den jährlichen Wechsel der Brennelemente von Netz. Diese Arbeiten dauern gemäss Energiekonzern Axpo rund zwei Wochen.

Der bernische Energiekonzern BKW schaltete am Sonntag das AKW Mühleberg für Revisionsarbeiten und für den Austausch von Brennelementen ab. Die Jahresrevision soll rund vier Wochen dauern.

Umfangreiche Prüfungen innerhalb und ausserhalb des Reaktordruckbehälters, Präventivarbeiten im elektrischen und mechanischen Bereich sowie wiederkehrende Prüfungen an Komponenten, Armaturen und Systemen bildeten die diesjährigen Schwerpunkte der Jahresrevision, teilten die BKW am Montag mit.

Von den insgesamt 240 Brennelementen werden 36 ausgetauscht. Zudem ersetzt die BKW sechs der insgesamt 57 Steuerstabantriebe.

Die 345 Angestellten des Kernkraftwerks Mühleberg werden bei diesen Arbeiten durch rund 700 externe Fachkräfte aus der Region und dem In- und Ausland unterstützt. Während den vier Wochen führt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) vor Ort zahlreiche Inspektionen durch.

Strom produzieren derzeit das AKW Gösgen in Däniken SO und der Reaktorblock 1 des AKW Beznau.