Döttingen
Das Eisfeld eröffnet am Samstag – die frühere Europameisterin Sarah Meier gibt im Januar ein Training

In den kommenden zwei Monaten können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf dem Döttinger Eisfeld austoben. Und das schon zum dritten Mal. Angst vor einem möglichen Lockdown haben die Betreiber nicht.

Stefanie Garcia Lainez
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Das Eisfeld in Döttingen bei der Schulanlage Bogen ist im zweiten Jahr regelrecht von Besuchern überrannt worden.

Das Eisfeld in Döttingen bei der Schulanlage Bogen ist im zweiten Jahr regelrecht von Besuchern überrannt worden.

Archiv/Sandra Ardizzone

Die Euphorie bei den Döttinger Schulkindern ist schon seit Tagen spürbar: Heute eröffnet das Eisfeld auf dem roten Sportplatz bei der Schulanlage Bogen. Im vergangenen Jahr musste der Verein «Eisfeld Unteres Aaretal» wegen der Coronapandemie und dem Lockdown aussetzen. «Dafür freuen sich die Kinder in diesem Jahr umso mehr», sagt Präsident Rolf Knecht aus Döttingen, der 2018 zusammen mit dem Klingnauer Reto Capaul das Eisfeld ins Leben rief.

Während im Januar 2020 die HCD-Legende Jan von Arx zu Besuch war, erwartet die Buben und Mädchen in diesem Jahr mit der früheren Eiskunstlauf-Europameisterin Sarah Meier eine weitere Sport-Persönlichkeit auf dem Eis.

Im Dezember 2019 spielte Jan von Arx auf dem Eis in Döttingen.

Im Dezember 2019 spielte Jan von Arx auf dem Eis in Döttingen.

Archiv/Alexander Wagner

Eine E-Mail reichte − und die Eiskunstläuferin war bereits für das Training mit den Kindern und Jugendlichen engagiert. «Sie sagte sofort zu − und schrieb, dass sie sich seit ihrem Zuzug nach Döttingen auf das Eisfeld freue», sagt Rolf Knecht. Sie werde deshalb auch schon vor dem Eislauf-Training Mitte Januar das eine oder andere Mal auf dem Eis anzutreffen sein.

Dass bis dann das Feld wegen eines allfälligen Lockdowns geschlossen sein könnte, glaubt Rolf Knecht nicht. «Das Eisfeld würde vermutlich auch in diesem Fall offenbleiben können», sagt der Döttinger. Zwar müssten dann wohl das Holz-Chalet und der Luz-Wagen zumindest den Innenbereich schliessen, womit auch ein grosser Teil der Einnahmen wegfallen würde.

Der Verein könnte aber weiterhin Schlittschuhe und Eislaufhilfen vermieten, um zumindest einen Teil der Kosten für Strom, Eisreinigungsmaschine oder Kühlaggregate decken zu können. Auch sei die Unterstützung der Sponsoren und Gönner wiederum gross. Eintritt wird keiner verlangt.

Diese Coronaregeln gelten rund um das Eisfeld

Ein Zertifikat ist für das 15 auf 30 Meter grosse Eisfeld nicht nötig. Die Besucherzahl hingegen ist auf 300 beschränkt − wobei sich in den vergangenen Jahren maximal 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf dem Eisfeld vergnügten. Die Corona-Vorschriften schreiben eine Abschrankung mit Gittern rund um das Feld vor, etwas, das der Verein aber bereits in den Vorjahren aufgestellt hatte.

Im Chalet, wo Fondue, Toasts oder Hotdogs angeboten werden, gilt die 3G-Regel. So auch im neuen Luz-Wagen, den der Verein von den Klingnauer «7 be Sieche» für die zwei Monate Eisfeld-Saison gemietet hat. «Wir werden zudem Stoffbänder abgeben an jene, deren Zertifikat bis Ende Januar gültig ist», sagt Rolf Knecht. «So müssen wir nicht dieselben Personen wiederholt überprüfen.»

Nebst dem Luz-Wagen wartet der Verein mit einer weiteren Neuerung auf: Getränke, Snacks wie Chips oder Hotdogs können am Kiosk beim Chalet gekauft werden. Ansonsten setzt der vierköpfige Vorstand in der dritten Saison auf Altbewährtes. So duellieren sich wieder an zwei Turnieren zwölf Fünferteams im Eisstockschiessen. Das Spiel hat grosse Ähnlichkeit mit dem Curling und funktioniert nach den Boccia-Regeln.

Und im Eishockey-Plauschderby zwischen Döttingen und Klingnau treten Sportbegeisterte der beiden Gemeinden gegeneinander an. Döttingen wartet noch immer auf einen Sieg.

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