Zurzibiet
«Das Zurzibiet braucht einen Autobahnanschluss»

Politiker und Wirtschaftsvertreter haben am Freitag im Schloss Böttstein eine Petition für eine bessere Verkehrssituation im Bezirk Zurzach lanciert. Die wichtigste Forderung: Ein Anschluss an die Autobahn.

Pirmin Kramer
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Zoll Koblenz

Zoll Koblenz

Aargauer Zeitung

Das Wirtschaftsforum Zurzibiet (WFZ) hat am Freitag im Schloss Böttstein eine Petition lanciert. Der Bezirk soll gestärkt werden, indem die Verkehrssituation verbessert wird, so die Idee. Die drei Forderungen an den Regierungsrat des Kantons Aargau: «Erstens braucht das Zurzibiet einen Autobahnanschluss», sagt Markus Birchmeier, Präsident des WFZ. So schnell wie möglich müsse der Autobahnanschluss mit dem Baldeggtunnel hergestellt werden.

Die zweite Forderung: Das Verkehrschaos am Grenzübergang Koblenz müsse mit baulichen Massnahmen gelöst und Koblenz vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Und drittens müsse der öffentliche Verkehr innerhalb des Zurzibiets verbessert werden.

Zum Patronatskomitee zählen neben Wirtschaftsvertretern bedeutende Politiker wie Theo Voegtli, Präsident des Grossen Rates des Kantons Aargau, die Nationalräte Hansjörg Knecht und Hans Killer sowie die deutschen Politiker Martin Albers, Oberbürgermeister der Stadt Waldshut, Felix Schreiner, Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg und Tilman Bollacher, Landrat des Landkreises Waldshut.

10 000 Unterschriften bis Juni 2012

Ihr gemeinsames Ziel ist es, rund 10 000 Unterschriften zu sammeln und die Petition im Juni 2012 der Aargauer Regierung zu übergeben.
Das WFZ begründet die Dringlichkeit von Verkehrsverbesserungsmassnahmen mit Ergebnissen aus repräsentativen Umfragen. Im Frühjahr 2008 ergab eine Befragung zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz zur Standortqualität und Standortzufriedenheit im Zurzibiet, dass die Anbindung an die Autobahn A1/A3 das oberste Bedürfnis ist.

Eine repräsentative Umfrage der Firma Demoscope ergab derweil, dass die Bevölkerung des Zurzibiets unzufrieden ist mit der Situation am Zoll Koblenz. «Es gibt ein Riesenproblem in Koblenz», sagte Birchmeier. Während er sich zurückhaltend zur Frage nach einer neuen Brücke äusserte, sprach sich Grossratspräsident Theo Vögtli deutlich für deren Bau und den Standort Koblenz Ost aus.

Waldshuts Landrat Tilman Bollacher sagte: «Wir hatten lange den Eindruck, dass die Brücke nie zustande kommen würde. Wir sind jetzt positiv überrascht, dass sich das Projekt in der Phase der Vororientierung befindet.» Die dritte Forderung des Patronatskomitees: «Es braucht in gewissen Gemeinden einen verstärkten Busverkehr, und es sind Optimierungen im Eisenbahnverkehr nötig, wie etwa besseres Rollmaterial und bessere Verbindungen», so Birchmeier. Mit der Petition möchte das Komitee Druck ausüben auf die Regierung des Kantons. Birchmeier: «Unsere drei Forderungen sind eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Zurzibiets.»

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