Martin Hitz
«Das ist meine Heimat»: Die Zurzibieter Gemeinden sind für ihn eine Herzensangelegenheit

Martin Hitz ist der neue Geschäftsleiter von Zurzibiet Regio – Sitzungen gehören ebenso zu seinem Alltag wie eine gute Vernetzung.

Rosmarie Mehlin
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Martin Hitz

Martin Hitz

Sandra Ardizzone

Wenn der in Untersiggenthal geborene und aufgewachsene Martin Hitz «Das Zurzibiet ist meine Heimat» sagt, könnte man das schmunzelnd als Werbespot des neuen Geschäftsleiters von Zurzibiet Regio hinnehmen. Könnte man – würde der Satz aus dem Mund des 55-Jährigen nicht absolut glaubwürdig klingen und unmittelbar noch vertieft werden: «Die Landschaft im Zurzibiet ist extrem schön, man kennt sich noch, die Menschen sind geerdet, ein gesunder Menschenverstand ist verbreitet.»

In Untersiggenthal hatte Hitz die Lehre als Gemeindeschreiber auf der Verwaltung absolviert und sich später mit einem Management-spezifischen Studium weitergebildet. Nach einer militärischen Laufbahn, einem kurzen Abstecher ans Steueramt Wettingen und dem Abverdienen der Gemeindeschreiber-
Sporen in Oberehrendingen hatten er und seine Frau sich vor über 20 Jahren in Endingen niedergelassen: «Dort war ich zehn Jahre Gemeindeschreiber, anschliessend zweieinhalb Jahre unter Walter Dubler in Wohlen. Danach wirkte ich fast zehn Jahre als Stadtschreiber in Rheinfelden. Dorthin bin ich jeden Tag eine Stunde hin- und eine zurückgependelt.»

Geschäftsstelle aufgebaut

2007 war Hitz vom Regierungsrat als Sachwalter der durch Vakanzen und Demissionierungen führungslos gewordenen Gemeinde Rekingen eingesetzt worden. Kurz zuvor hatte er sich als Partner von Kurt Schmid und Geschäftsleiter der UTA Comunova in Kleindöttingen selbstständig gemacht. Vor drei Jahren wechselte er mit seiner Firma in die AWB Gruppe und gründete eine «Filiale» in Lengnau.

Der Job ist ebenso massgeschneidert auf den beruflichen Hintergrund von Hitz wie auf seine Leidenschaft für das Gemeinwesen: «Ich unterstütze Gemeinden, deren Verbände und Strukturen, sowie weitere Organisationen.»

Analysen, Coaching, Förderung von Gemeindezusammenarbeit sind Schwerpunkte seiner Arbeit, die er im ganzen Kanton und darüber hinaus ausübt. Mit Adinterim-Einsätzen als Gemeindeschreiber bleibt Hitz auch seinem angestammten Beruf eng verbunden. Seit über vier Jahren ist er als solcher in Mandach tätig. Zudem betreut er seit über zehn Jahren die Aargauer Gemeindeammänner-Vereinigung administrativ. Die Geschäftsstelle hatte es vor Hitz nicht gegeben. «Als erster Geschäftsleiter durfte ich diese aufbauen.»

«Das Zurzibiet hat ein Riesenpotenzial»

Ab 1. Januar nun gesellt sich mit der Geschäftsleitung von Zurzibiet Regio eine neue gewichtige Aufgabe zum vollen Pensum. «Ende Jahr endet sowohl mein Job als Gemeindeschreiber von Mandach als auch mein militärisches Engagement als Oberst im Stab der Territorialdivision 2. Somit habe ich neue Kapazitäten und ich freue mich sehr darauf, mich als «Geschäftsleiter» der Region und Projektleiter in meine Heimat einbringen zu dürfen. Das Zurzibiet verfügt mit seinen drei Talschaften entwicklungsmässig über ein Riesenpotenzial. Dieses zu fördern und umzusetzen, ist extrem spannend.»

Das Wort «Sitzungen» – für viele ein Schreckgespenst – ist für Martin Hitz Alltag. Lachend gesteht er ein, dass «Sitzungen rund zwei Drittel meiner Ar-beit ausmachen». Seine Mitgliedschaft in der Parteileitung und im Parteivorstand der CVP Zurzach gehört zwar nicht zum Job, aber zur ausgezeichneten Vernetzung von Hitz. Die Frage, ob seine Tage mehr als 24 Stunden haben, liegt auf der Hand. «Ich bin meistens einfach schon vor 6 Uhr im Büro», so die lapidare Antwort.

Fürs Hobby auf den Gotthard

Apropos – wie steht es mit Freizeit und Familie? «Ich bin geschieden, die drei Töchter – 20, 18 und 14 Jahre alt – sind regelmässig bei mir in Endingen. Kochen habe ich lernen müssen; die Hausarbeit wird, na ja, am Wochenende erledigt», wobei unübersehbar Schalk hinter seinen Brillengläsern blitzt. Abgelöst wird dieser von einem gewissen Stolz, als Hitz seine Aktivzeit als Handballer beim TV Endingen erwähnt: «Aber in der 3. Liga. Erst als mein Kopf plötzlich schneller war als mein Körper, habe ich aufgehört.» Mit Gletschertouren, Wandern, Skifahren, Joggen hält sich der neue Geschäftsleiter von Zurzibiet Regio fit. «Zwischen Juni und Oktober bin ich übrigens regelmässig im Einsatz als Führer im Festungsmuseum Sasso San Gottardo. Das ist mein grösstes Hobby.»