Station Siggenthal
Beim Bahnhof-Umbau Siggenthal-Würenlingen ist der Gleisbau gestartet

180 Interessierte liessen sich beim Tag der offenen Baustelle der SBB über den Stand der Arbeiten der Bahnhofverlegung der Station Siggenthal-Würenlingen informieren.

Louis Probst
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Bahnhof Siggenthal-Würenlingen Umbau
10 Bilder
Das Herzstück ist das neue Betriebsgebäude
Das alte Bahnhöfli steht unter Denkmalschutz
Im Betriebsgebäude drinnen.
Die Gemeindebehörden werden informiert
Ein Weichenteil wird eingebaut
Die Schotterwagen warten schon.
Der Weichentransportwagen fährt ein.
Das nächste Weichen-Element kommt
Die Zuckerrübenverladeanlage wird versetzt

Bahnhof Siggenthal-Würenlingen Umbau

Langsam setzt sich der mächtige, gelbe Schienenkran in Bewegung. Vorn am Ausleger hängt ein rund 30 Tonnen schweres Teil einer Weiche. Im Schritttempo fährt der Kran zur Stelle vor, wo Arbeiter darauf warten, das gewichtige Teil einzubauen. Vor der Baustelle, auf der südlichen Einfahrt zum Bahnhof Siggenthal-Würenlingen, stehen bereits die Schotterwagen und die Stopfmaschine für ihren Einsatz bereit.

«Für uns ist der Moment gekommen, zu zeigen, was seit November des vergangenen Jahres bei der Umgestaltung des Bahnhofes Siggenthal-Würenlingen gemacht worden ist», sagt Gesamtprojektleiter Michael Müller bei der Begrüssung zum Tag der offenen Baustelle. «Für uns ist der erste Meilenstein erreicht, wenn die Gleisbauzüge auffahren.»

Dass die Bauzüge im Bahnhof Siggenthal-Würenlingen aufgefahren sind, ist nicht zu übersehen. Allerdings stehen auch wichtige Arbeiten an. In der südlichen Bahnhofausfahrt werden drei Weichen ausgewechselt. Und in der nördlichen Ausfahrt werden mit einem Pneukran Betonelemente für die Verlängerung der Personenunterführung der Holcim eingebaut.

Perron, Stellwerk, Bushof

Vor dem alten Bahnhofgebäude stellt das Projektteam das Gesamtprojekt vor, das im Wesentlichen eine neue Perronanlage; ein neues Stellwerk sowie einen überdachten Bushof umfasst, der die bestehenden Haltestellen ersetzen wird.

Die neue Perronanlage, von der man stufenfrei in die Züge gelangt, kommt in jenen Bereich, der heute dem Freiverlad – vor allem von Holz und Zuckerrüben – dient. Dieser Freiverlad wird an das südliche Ende des Bahnhofes verlegt. Der Standort der neuen Perronanlage ermöglicht übrigens einen allfälligen Doppelspurausbau mit einem zusätzlichen Aussenperron – und damit vielleicht auch den direkten Zugang zum Go-Easy-Sportzentrum, den es jetzt noch nicht geben wird.

Die Kosten für die Umgestaltung des Bahnhofes sind mit rund 30 Millionen Franken veranschlagt. Davon tragen Bund und SBB 28,7 Millionen Franken. Die Gemeinden Untersiggenthal und Würenlingen sowie der Kanton Aargau übernehmen 900 000 Franken für den neuen Bushof. Allerdings ist der Bahnhof Siggenthal-Würenlingen ein wichtiger Knotenpunkt. Das zeigen Frequenzen von rund 1600 Bahnreisenden an Werktagen. Von Bedeutung ist zudem der Güterverkehr, vor allem mit dem Zementwerk der Holcim, aber auch der Freiverlad.

Spannende Einblicke

Unter kundiger Führung von SBB-Mitarbeitern verfolgen die Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Baustelle beinahe hautnah den Einbau der neuen Weichen. Eindrücklich ist auch der Blick in das neue Betriebstechnikgebäude, in dem das Stellwerk untergebracht ist, das am 21. November dieses Jahres in Betrieb genommen wird.

Und während sich die Gäste – insgesamt rund 180 Personen sind es gemäss SBB – am offerierten herzhaften Baustellen-Znüni stärken, fährt dicht nebenan der Schienenkran schon wieder mit einem Teil einer neuen Weiche vorüber.

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