Die im Oktober letztes Jahres im Atomkraftwerk Leibstadt AG festgestellten Risse an der Schweissnaht einer Entleerungsleitung sind bei einem Test des Hochdruck-Kernsprühsystems entstanden. Ausgelöst wurden sie durch eine leicht erhöhte Frequenz eines Dieselgenerators, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) herausfand.

Aufgrund dieser erhöhten, aber noch zulässigen Frequenz habe die Einspeisepumpe einen erhöhten Druck erzeugt, schreibt das Ensi in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. In Kombination mit einem Ventil, das sich bewusst verzögert öffnet, kam es zum wiederholten Ansprechen eines Sicherheitsventils und damit verbundenen verstärkten Schwingungen.

Die betroffene Entwässerungsleitung wurde ersetzt. Ein weiterer Test zeigte keine Befunde, die gegen das Wiederanfahren der Anlage gesprochen hätten, schreibt das Ensi. Das Vorkommnis hatte eine geringe sicherheitstechnische Bedeutung.