Gedenkfeier

Nach Bluttat: Schweizer Sikhs trauern um Würenlingen-Opfer

Die Sikh-Gemeinde trauert um einen ihrer Glaubensbrüder.

Die Sikh-Gemeinde trauert um einen ihrer Glaubensbrüder.

Er war eines der Opfer der Bluttat in Würenlingen: Der 31-jährige Schwager des Täters Semun A. war Sikh und trug einen Turban. Nun trauert die Religionsgemeinschaft um ihren Glaubensbruder.

Bei der Bluttat in Würenlingen vergangenen Samstag hat Täter Semun A. neben seinen Schwiegereltern und einem unbeteiligten Nachbarn auch seinen Schwager erschossen. Er ist in der Schweizer Sikh-Gemeinde eine bekannte Persönlichkeit: "Er war der friedlichste Mensch der Welt, sehr nett und lieb, ein unglaublich herzlicher Mensch", sagt Karnail Singh, das Oberhaupt der Schweizer Sikhs, zu "Blick".

Das Opfer lebte zusammen mit seinen Eltern im Einfamilienhaus an der Langackerweg und trug immer einen Turban, einen langen Bart und reiste oft nach England und Indien, um dort die Sikh-Gemeinschaft zu besuchen. 

Sikh-Gemeinde trauert um Würenlingen-Opfer

Sikh-Gemeinde trauert um Würenlingen-Opfer

Das Sikh-Oberhaupt habe "seit Sonntag über 100 Telefonanrufe erhalten" und wollten wissen, ob er wirklich eines der Würenlingen-Opfer sei. Der Aargauer war seit über zehn Jahren in der Sikh-Glaubensgemeinschaft, beherrschte die Sprache Punjabi sehr gut und kannte auch das Heilige Buch der Sikh. Der 31-Jährige arbeitete temporär als Maler und hat auch den Sikh-Tempel in solothurnischen Däniken, der Mitte April eingeweiht wurde, gratis gestrichen. 

Am 24. Mai wird die Sikh-Gemeinschaft eine Gedenkfeier im Tempel in Däniken veranstalten. 

Der Mörder von Würenlingen

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