Tödliches Renndrama

Gippinger-OK-Präsident: «Das Urteil wird viele Velorennfahrer beschäftigen»

OK-Präsident René Huber: «Wer gewisse Regeln einhält, muss kaum mit ähnlich gravierenden Folgen rechnen.»

OK-Präsident René Huber: «Wer gewisse Regeln einhält, muss kaum mit ähnlich gravierenden Folgen rechnen.»

Nach dem Schuldspruch zum tödlichen Unfall an den Radsporttagen Gippingen im Jahr 2014 stellt sich die Frage, ob es Folgen haben wird für die Rennfahrer.

Der ehemalige Radprofi, der an den Gippinger Radsporttagen 2014 einen Sturz verursachte, bei dem ein anderer Teilnehmer ums Leben kam, ist vom Bezirksgericht Zurzach wegen fahrlässiger Tötung und mehrfacher fahrlässiger Körperverletzung verurteilt worden.

Ein Jahr bedingt und 2000 Franken Busse, lautet das Urteil. Weiter hat das Gericht Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen von Angehörigen fast vollumfänglich gutgeheissen. Zusammen mit Zinsen und Verfahrenskosten summieren sich die Forderungen auf rund eine halbe Million.

Das Gericht bejahte zwar den Tatbestand der fahrlässigen Tötung, hingegen verneine es den von der Privatklägerschaft vorgebrachten Tatbestand der eventualvorsätzlichen Tötung. Es sei kein Motiv für ein absichtliches Zufallbringen ersichtlich gewesen.

Wird das Urteil die Sportszene verändern?

Wird das Urteil die Sportszene verändern?

Der Velofahrer R.H., der an den GP Gippingen vor zwei Jahren angeblich einen tödlichen Sturz verursachte, wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann ans Obergericht weitergezogen werden. Es werde viele Velorennfahrer beschäftigen, sagt René Huber, OK-Präsident der Radsporttage Gippingen. «Vielleicht machen sie sich in Zukunft mehr Gedanken über die Risikoeinschätzung und allfällige Gefahren. Das wäre erfreulich.»

Huber geht aber nicht davon aus, dass sich Hobbysportler nun von der Teilnahme an einem Rennen abhalten lassen. «Wer gewisse Regeln einhält, muss kaum mit ähnlich gravierenden Folgen rechnen.» 

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