Reinach
Singend und swingend in die 20er-Jahre

Die Pro-Argovia-Artists «Sugar and the Josephines» brachten Swing und Jazz ins TaB. Die Sängerin Marion Weik ist zwar eine waschechte Wynentalerin. Doch sie war am Samstag zum ersten Mal im TaB zu hören und zu sehen.

Margrit Rüetschi
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Die Aargauer Band «Sugar and the Josephines» spielte am Samstag erstmals im TaB in Reinach.Margrit Rüetschi

Die Aargauer Band «Sugar and the Josephines» spielte am Samstag erstmals im TaB in Reinach.Margrit Rüetschi

Heimvorteil oder nicht – der Auftritt der Pro-Argovia-Artists «Sugar and the Josephines» brachte den Saal im Reinacher TaB fast zum Platzen. Während draussen fast das Grundeis ging, brachte die fünfköpfige Formation den Besuchern im TaB mit ihrem leichtfüssigen Auftritt etwas Wärme ins Herz.

Mit ihrem bewusst auch ins Komödiantische zielenden Auftritt liessen die Entertainer mit ihren Liedern die legendären «Roaring Twenties» auferstehen, mit keckem Hut und aufreizender Federboa angetan liess Sängerin Marion Weik tanzend und singend die verruchte Zeit der Vorkriegsjahre im mondänen Berlin oder in anderen Destinationen auferstehen. Nicht die aktuell grassierende Heiserkeitswelle, sondern humorvolle Persiflagen auf Louis Armstrong und andere Jazzgrössen liessen die Stimmen von Steven Parry (Piano und Gesang) und Benno Ernst (Gitarre und Gesang) in einen etwas heiseren Bereich abschwellen. Begleitet von Marc Bachmann (Trompete und Flügelhorn) und Thomas Blättler (Bass).

Monroe, Piaf und Fitzgerald

Bei der vergnüglichen, musikalischen Reise in die Vergangenheit, die mit neueren (Eigen-)Kompositionen abgerundet wurde, begegnete das Publikum bekannten Grössen aus der Film- und Musikgeschichte wie Marlene Dietrich, Marilyn Monroe, Edith Piaf, Ella Fitzgerald, Elvis Costello und vielen mehr.

Während die musikalische Fahrt auch nach dem eleganten Portofino ging, wurde die Reise mit einer nach Italianità duftenden Eigenkomposition abgerundet, die bei Ferien im Tessin entstanden ist. Das mühsame Warten auf die Rechnung im Restaurant inspirierte die kreative Band kurzerhand zu der beschwingten Komposition «il conto per favore» – die Rechnung, bitte.

Als Abschluss des Konzerts, das in zwei ausgedehnten Sets offeriert wurde, war die Zugabe das Dessert nach dem opulent servierten Mahl.