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Seniorenresidenz wird erweitert

Der Spitalverein bewilligt 17,7 Mio. Franken für ein drittes Falkenstein-Gebäude

Rahel Plüss
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Die Visualisierung erweckt den Eindruck, als würde die geplante Erweiterung schon stehen. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Bau Ende 2017 bezugsbereit.

Die Visualisierung erweckt den Eindruck, als würde die geplante Erweiterung schon stehen. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Bau Ende 2017 bezugsbereit.

zvg

Das Gebäude kostet gut 11 Mio. Franken

Die Gesamtkosten betragen 18,7 Millionen Franken. Darin sind auch technische Erneuerungsmassnahmen von rund 750 000 Franken enthalten, die an den bestehenden beiden Gebäuden ausgeführt werden müssen. Dazu gehören beispielsweise die Erneuerung der Aufzüge sowie der Notlicht-, Brandmelde- und Telefonanlage, ausserdem die sogenannte «Erdbebenertüchtigung» des Gebäudes aus dem Jahr 1998. Der beantragte Kredit lautete auf 17,7 Mio. Franken, weil im Rahmen des Planungskredits 2014 bereits eine Million Franken gesprochen wurde. Die Kosten teilen sich wie folgt auf: Vorbereitungsarbeiten 830 000 Franken, Gebäude 11,3 Mio. Franken, Ausstattung und Mobiliar 650 000 Franken, Umgebung 1,3 Mio. Franken, Planungskosten 2,9 Mio. Franken, Baunebenkosten 276 000 Franken. Dazu kommen Mehrwertsteuer und eine Rundungsreserve. 14 Mio. Franken müssen fremdfinanziert werden. (rap)

Projekt mehrmals überarbeitet

Fast zwei Stunden dauerten die Projektpräsentation und die anschliessende Frage- und Diskussionsrunde, der sich neben dem Vereinspräsidenten Hans Jörg Elsasser auch Baukommissionspräsident Samuel Wiederkehr, Architekt Andreas Graf und nicht zuletzt Falkenstein-Geschäftsführerin Rosmarie Peyer stellten. Damit fand einen würdigen Abschluss, was sich schon über die ganze Planungsphase hingezogen hatte. Der Präsident der Baukommission, Samuel Wiederkehr, sagte es so: «Wir haben das Projekt mehrere Male überarbeitet, und sind immer wieder auf den Ursprung zurückgekommen.»

Der Erweiterungsbau kostet nicht wenig. Die Finanzen standen denn auch am Dienstag einmal mehr im Vordergrund. Zukunftsängste wurden laut, die Unvorhersehbarkeit der kantonalen Pflegeplätzeplanung kritisiert. Der Grundtenor blieb aber sachlich-optimistisch. «Wir planen für die nächsten 20 bis 30 Jahre», sagte Hans Jörg Elsasser. Aufgabe des Vereins sei es, ein Angebot zu schaffen, das der Betreiberin (Falkenstein Asana AG) einen möglichst effizienten Betrieb ermögliche.

Andreas Graf vom Architektenteam Liechti, Graf, Zumsteg aus Brugg, das Mitte vergangenes Jahr den Studienauftrag für sich entschied, war guter Laune, als er die Visualisierung des Gebäudes an die Wand projizierte: «Als Architekt freut es mich, wenn ein Vorhaben bei der Umsetzung immer noch ähnlich aussieht wie am Anfang.» Er liess den Projektverlauf noch einmal Revue passieren und erläuterte das Raumprogramm.

Die Altersresidenz Falkenstein wird durch den Neubau um zusätzliche 32 Pflegeplätze sowie ein Ferienzimmer erweitert. Insgesamt stehen neu 90 Pflegebetten zur Verfügung. Ebenso werden ein neuer Empfang mit Cafeteria und Speisesaal sowie zusätzliche Gemeinschafts-, Aufenthalts und Begegnungsräume geschaffen. Die Bereiche Administration und Infrastruktur werden erweitert und betrieblich optimiert – unter anderem durch die Entflechtung der Anlieferung und des Eingangsbereichs. Zudem wird eine Seniorentagesstätte in den Neubau integriert. Diese ist heute in der benachbarten Villa Herzog untergebracht.

Demenz wird wichtiger Bereich

Geschützt im Herzen der Anlage kommt die neue Demenzabteilung mit zweimal acht Plätzen zu liegen. Unter der alten Kastanie wird ein Garten für die Demenzwohngruppe angelegt. «Die Demenzabteilung wird für uns im Falkenstein in Zukunft ein wichtiger Bereich sein», sagte Rosmarie Peyer, die als scheidende Falkenstein-Geschäftsführerin im Rahmen der Generalversammlung verabschiedet wurde.

Nach dem positiven Entscheid soll das Vorhaben zügig vorangetrieben werden: Das Baugesuch wird in den nächsten Tagen eingereicht. Der Baubeginn ist für die erste Jahreshälfte 2016 vorgesehen. Voraussichtlich ist der Neubau Ende 2017 bezugsbereit.

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