Schöftland
Das Mehrfamilienhaus im Einfamilienhaus-Quartier – das verdichtete Bauen wird das Gesicht dieser Wohngegend ändern

Zwei Generationen verwirklichen nahe der Badi Schöftland ihr Bauprojekt - durch Abparzellierung bauen sie im ehemaligen Garten eines Einfamilienhauses.

Flurina Dünki
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Die Bauherren der fünf Eigentumswohnungen am Schlattweg in Schöftland: (v.l.) Corina Altherr, Markus Altherr, Peter Altherr, Hanni Altherr.

Die Bauherren der fünf Eigentumswohnungen am Schlattweg in Schöftland: (v.l.) Corina Altherr, Markus Altherr, Peter Altherr, Hanni Altherr.

Flurina Dünki / Aargauer Zeitung

Es ist die südlichste Wohngegend von Schöftland, wo der Schlattweg liegt. Nur ein paar Minuten entfernt von der Badi und zum Migros und die Bushaltestelle ist auch nicht weit. Kein Wunder meldeten sich Kaufinteressenten, als die Eigentumswohnungen, die dort hinkommen, erst ausgesteckt wurden.

Das Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen entsteht im kleinen Park eines grösseren Grundstücks des Schlattwegs. Das Einfamilienhaus, das bereits auf dem Grundstück steht, wird bleiben – durch eine Abparzellierung wurden zwei Parzellen daraus, beide werden nach dem Bau immer noch genügend Grünfläche zur Verfügung haben.

Peter und Hanni Altherr haben für den gemeinsamen Bau mit Sohn Markus Altherr und dessen Frau Carina die Firma Caprema Immobilien AG gegründet. «Wir wollen Wohnungen von guter Qualität bauen lassen, in nachhaltiger Bauweise», sagt Peter Altherr, der mit seiner Frau in die 5½-Zimmer-Wohnung ziehen wird.

Ihre künftigen Nachbarn haben im dreigeschossigen Haus drei 3½-Zimmer-Wohnungen und eine mit 2½ Zimmern zur Verfügung. In den Untergrund kommt eine Tiefgarage, der Technikraum und ein Kellerraum pro Wohnung. Alle werden alters- und behindertengerecht erstellt, nach oben führt zudem ein Lift.

Momentan sind die Bauherren daran, die Preise für die Wohnungen festzulegen. Diese werden sich wegen der hohen Qualität über denjenigen von Grossüberbauungen bewegen.

BNO machte den Neubau möglich

Die neue Bau- und Nutzungsordnung, die von der Schöftler Gemeindeversammlung im November 2018 angenommen wurde, hat die zwei Ehepaare erst ernsthaft über einen Grundstückskauf nachdenken lassen. Dank der für Bauherren besseren Ausnützungsziffer (für das Gebiet gilt 0,7) sei ein für sie realistisches Projekt erst realisierbar geworden, sagt Peter Altherr.

Das Gebäude, das ab Frühling errichtet wird, mag zu Beginn noch eines der wenigen Mehrfamilienhäuser im Quartier sein. Doch andere könnten hinzukommen. Im Quartier ist ein Generationenwechsel im Gang, welcher in Zukunft zu Veränderungen führen wird. Auf einigen Grundstücken könnte etwas Neues entstehen. Denn das Konzept Einfamilienhaus mit grosser Wiese ist in Zeiten des verdichteten Bauens aus der Mode gekommen – die Anreize gehen in die gegenteilige Richtung.

Bauweise soll nachhaltig und ökologisch sein

Ein nachhaltiges Haus zu errichten hat oberste Priorität für die Bauherren. Mit der gewählten Bauweise, die die Altherrs zusammen mit ihrem Architekten Guido Wettstein aus Gränichen festgelegt haben, «können gehobene und zeitgemässe Ansprüche erfüllt werden», wie Peter Altherr sagt. So gibt es etwa keine Isolation, sondern ein Doppelschalenmauerwerk. Auch für die ökologische Nutzung wird bereits die Basis gelegt: In der Garage werden Zuleitungen für etwaige Elektroauto-Steckdosen gelegt. Geheizt wird per Wärmepumpe. Eine Solaranlage könnte nachträglich aufs Dach montiert werden.