Oberkulm
«Komitee für Oberkulm» kontert: «Wir hatten stets handfeste Argumente»

Das «Komitee für Oberkulm, eigenständig stark» wehrt sich gegen Vorwürfe der Gemeindeammänner Edmund Studiger und Roger Müller und signalisiert Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit.

Peter Siegrist
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Haben die Fusionsabstimmung gewonnen: Die Fusions-Gegner.

Haben die Fusionsabstimmung gewonnen: Die Fusions-Gegner.

Alex Spichale

Das «Komitee für Oberkulm eigenständig stark» ist gar nicht einverstanden mit den Aussagen der Ammänner von Unter- und Oberkulmt im Interview in der «Schweiz am Sonntag» vom 1.12. Die Ammänner hätten offenbar das eindeutige Resultat in Oberkulm gegen die Fusion mit Unterkulm noch nicht verkraftet, schreibt das Komitee. Im Interview hätten die Gemeindeammänner «haarsträubende und zum Teil beleidigende Antworten» gegeben, schreibt das Komitee in einer Mitteilung.

Es waren nicht die alten Leute

So sei geäussert worden, dass die Unterkulmer Mut zeigten, sich in Oberkulm aber alte Leute organisierten. Dies sei falsch. «Wer an der Oberkulmer Gemeindeversammlung die Augen offen hatte, stellte fest, dass ungefähr 50 Prozent der Anwesenden im Alter von unter 40 Jahren waren oder insgesamt Zweidrittel unter 60 Jahren.» Offenbar wünsche der Oberkulmer Gemeindeammann die ältere Generation zukünftig nicht mehr an den Gemeindeversammlungen. Und die Initianten fragen: «Kann es sein, dass er Angst hat, dass diese Leute die Stimmbürger besser überzeugen können?»

Im Interview sei erwähnt worden, dass Unterkulm aus Rücksicht zur Nachbargemeinde Projekte zurückgestellt hätte. «War damit wohl der abgelehnte Schulhausrenovationskredit gemeint, wo man auf die finanzielle Hilfe von Oberkulm warten wollte?», fragen sich die Komiteemitglieder.

Selbst das «Komitee für Oberkulm eigenständig stark», sei altersmässig durchmischt: Der Altersdurchschnitt liege bei 52 Jahren, Personen im Alter von 21 bis 73 Jahren seien vertreten. Die Behauptung, sie hätten namenlose Leserbriefe geschrieben, lassen die Initianten nicht gelten, sie schreiben: «Im Gegensatz zu den Leserbriefen der Befürworter, wurden vom Nein-Komitee nie Personen angegriffen, kritisiert oder beleidigt. Man hat stets mit handfesten Argumenten überzeugen können.»

Komitee gibt sich versöhnlich

Die Mitglieder des Komitees blicken in ihrer Mitteilung schliesslich aber nach vorne und schlagen versöhnliche Töne an. «Wir empfehlen den beiden Gemeindeammännern wieder zur Tagesordnung überzugehen und das eindeutige Resultat von Oberkulm zu akzeptieren und zwar ohne Wenn und Aber.» Sie sollen sich wieder wie bis anhin zum Wohle der beiden Kulmer Gemeinden einsetzen.

Die beiden Gemeinden arbeiten seit Jahren erfolgreich in verschiedenen Bereichen zusammen, so das Komitee. Diese und vielleicht weitere Zusammenarbeiten sollen gepflegt werden.

«Wir vom Komitee für Oberkulm sind bereit, sich weiterhin für ein eigenständiges und starkes Oberkulm einzusetzen und unterstützen gerne den Gemeinderat in seinen Bemühungen, dieses Ziel auch in Zukunft erreichen zu können. Auf uns darf man zählen!»

Unterzeichnet haben die Mitteilung die Komiteemitglieder: Urs Bader, Ives Beck, Max Fritschi, Karl Gafner, Max Haller, Karl Hunziker, Peter Hunziker, Sandro Lasen, Sepp Lochmann, Angela Speck, Alfred Walti und Marion Zweiacker.

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