Gränichen
«Ich bin etwas stolz auf die Aktion»: Das Rätsel um den Monolithen vom Schloss Liebegg ist gelöst

Das Rätsel des Monolithen vom Schloss Liebegg ist gelöst: Am Donnerstagnachmittag stellten die Verantwortlichen ihr Werk wieder auf und sagten, warum. Corona spielte auch eine Rolle.

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René Fasler, Michael Klauser und Luca Arber (v.l.) haben den Monolithen am Donnerstagnachmittag wieder aufgestellt.

René Fasler, Michael Klauser und Luca Arber (v.l.) haben den Monolithen am Donnerstagnachmittag wieder aufgestellt.

uhg

Grüne Männchen? Lausbuben? Nein, gestandene Herren. Und erst noch Einheimische. Sie haben ihr Ding mit dem Monolithen beim Schloss Liebegg so professionell durchgezogen, dass der Gränicher Gemeindeammann Peter Stirnemann erklärt: «Ich bin etwas stolz auf die Aktion.»

Das Geheimnis des Monolithen, der letzte Woche in der Nacht auf den Mittwoch mitten in das Rondell unterhalb des Schlosses gestellt worden ist, wurde am Donnerstag gelüftet.

Ab jetzt für immer

Luca Arber (30, Gränichen), Michael Klauser (37, Oberentfelden) und René Fasler (45, Gränichen) outeten sich, erzählten ihre abenteuerliche Geschichte und stellten den fast 2,4 Meter hohen Monolith wieder mitten auf die Wiese. Dort soll er bleiben – für immer.

Alles begann am vorletzten Montag: Arber und Klauser hatten im Internet vom Monolith-Boom gelesen. Einer der berühmtesten Vertreter ist jener von Utah, er wurde offiziell am 18. November 2020 in der Wüste der US-Bundesstaats entdeckt. Seither sind in verschiedensten Ländern Monolithe aufgetaucht.

Sie wollten ein Zeichen setzen

Auch Arber, Klauser und Fasler wollten ein Zeichen setzen mit dem ersten Monolithen in der Schweiz. «Die Leute von Corona ablenken», wie Arber sagt. Ihre Geschichte haben sie am Donnerstag auch Tele M1 erzählt:

Am Dienstagmorgen bestellten sie beim Kollegen Fasler das Material – polierter Chromstahl –, am Abend schweissten sie es zusammen und gegen Mitternacht stellten sie den Monolithen auf eine im Boden verankerte Schablone. Kaum waren sie fertig, hatten sie Glück: Es begann zu schneien, alle Spuren wurden verwischt:

Zauberhaft verschneit: So fotografierte der Schlosswart den Monolithen am Mittwoch der letzten Woche.

Zauberhaft verschneit: So fotografierte der Schlosswart den Monolithen am Mittwoch der letzten Woche.

zvg

Eine Nacht später demontierten sie den Monolith und versteckten ihn. Dann holten sie ein Fahrzeug. Als sie zurückkamen, war da ein Paar, das die Stele suchte. Das Trio half mit bei der Suche – bis die Unbekannten abzottelten. (uhg)