Schöftland
«Donnschtig-Jass»: 2000 Gäste und gutes Wetter angesagt

Zurzeit wird der Schlosshof fürs Fernsehen zurechtgemacht. Mehr als 40 Techniker arbeiten an der imposanten Kulisse vor dem Schloss. Die Gemeinde Schöftland hat mit seinem Jass-Team gute Karten in der Hand.

Robert Benz
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Im Schlosshof werden Bühnen, Podeste und Kameras positioniert.ROB

Im Schlosshof werden Bühnen, Podeste und Kameras positioniert.ROB

Am Dienstag hat das Schweizer Fernsehen mit dem Aufbau für die Direktübertragung der Sendung «Donnschtig-Jass» in Schöftland begonnen. Heute Mittwoch arbeiten mehr als 40 Techniker weiter an der imposanten Kulisse vor dem Schloss.

Bis zum Donnerstagmittag muss das Set im Schlosshof bereit sein. Dann öffnet die Festbeiz, die ersten Zuschauer setzen sich in die Festbänke und die Probeaufnahmen beginnen.

Für die Live-Sendung rechnet das Schweizer Fernsehen mit rund 2000 Zuschauern. Für die Tessiner Gastgemeinden Muralto und Ascona sind einige Plätze reserviert, alle anderen sind frei zugänglich.

Laut Regisseur Bruno Kocher ist es auf dem Schöftler Schlossrasen nicht schwer, die Kameras, Bühnen und Podeste ideal zu platzieren. Kocher: «Das Schloss wird gut zur Geltung kommen. Das Ende der Schlossmauer mit dem Wandbild nutze ich ebenfalls als Totale. Der Zuschauer soll in jeder Einstellung sehen, dass an einem schönen Ort gejasst wird.»

Schöftland hat gute Karten

Die Gemeinde Schöftland wird dank seinem Jass-Team vom Schweizer Fernsehen ins beste Licht gerückt. Grund genug, die Gemeinde aus der Sicht eines Jassers zu betrachten.

Trümpfe: Zentralste Lage, Anbindung an den öffentlichen Verkehr, ein Alters-, Verwaltungs- und Schulzentrum – wer Gemeindeschreiber Rudolf Maurer auf die Trümpfe Schöftlands anspricht, erhält eine ganze Liste in die Hand gedrückt. «Die Trümpfe liegen doch auf der Hand», sagt Maurer.

Könige: «Herausragend wichtige Persönlichkeiten oder Dorfkönige wie früher in der Industrie gibt es heute keine mehr», sagt Gemeindeschreiber Maurer. Kein Chef habe heute einen derart grossen Einfluss in der Gemeinde wie zur Zeit der Industrie-Patrons.

Ober: Etwas widerwillig lässt sich Maurer selbst in diese Kategorie einteilen. Die Verwaltung sieht er als eine der Stärken Schöftlands, weil sie auch Leistungen für die umliegenden Gemeinden übernimmt.

Und Bauern? «Gibt es hier fast keine mehr», so Maurer. Es reiche kaum für ein Vierblatt. Zwei grosse Betriebe hätten noch Vieh, ein dritter betreibe Ackerbau. Der vierte Bauer besitze nur noch ein paar Kühe, sein Hof sei deutlich kleiner.

Asse: Die Wichtigsten – und in bestechender Form – waren letzte Woche eindeutig die Schöftler Jasser. Das vierköpfige Team setzte sich klar gegen die Jass-Macht Boswil durch. Nun steht der kleine Holztrog der Freiämter mit der Aufschrift «Donnschtig-Jass in Boswil» im Entree des Schlosses und erinnert an den Sieg in Murten.

Zu verdanken ist der Erfolg nicht zuletzt Telefon-Jass-Ass Bruno Haus, der zweimal null Differenzpunkte machte. «Wir dachten nicht, dass wir gewinnen. Aber vielleicht hat genau diese Lockerheit geholfen», sagt Hauser.

Jetzt freuen sich die Schöftler aufs grosse Fest am Donnerstag. Angesagt sind 2000 Gäste und gutes Wetter – je kleiner die Differenz, desto besser.

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