Muhen
Der Matter-Geist bleibt im «Bären»

Der geschichtsträchtige Gasthof zum Bären wird am Samstag von Uschi Roth Blaser und Roli Blaser wieder eröffne, nachdem er lange zu war.

Christine Fürst
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Das neue Team: Jasmin Frey, Khun Meyer, Roli Blaser und Uschi Roth Blaser im Saal des Restaurants Bären, im Hintergrund die Bilder von Bernhart Matter.

Das neue Team: Jasmin Frey, Khun Meyer, Roli Blaser und Uschi Roth Blaser im Saal des Restaurants Bären, im Hintergrund die Bilder von Bernhart Matter.

Christine Fürst

Von aussen sieht der Gasthof zum Bären aus, wie viele andere Gasthöfe in der Region auch. Doch im Müheler «Bären» lebt ein Geist. Der eines Mannes, welcher weit über die Region bekannt war und immer noch ist. Denn am 21. Februar 1821 soll der wohl berüchtigtste Ein- und Ausbrecherkönig aller Zeiten, Bernhart Matter, im Gasthof zur Welt gekommen sein. Ganz bewiesen ist dies jedoch nicht. Im Buch «Bernhart Matter – Berüchtigter Gauner, Sozialrebell und Kultfigur, Anekdoten und Legenden» von Nold Halder ist der «Bären» jedoch ganz klar als Geburtshaus Matters dargestellt.

«Bären» war lange zu

Viele Monate wurde im Bären kein Bier mehr ausgeschenkt, kein Gast mehr am Stammtisch bedient und kein Gipfeli mehr zum Znüni serviert. Der Bären war zu. Der Gasthof gehörte lange Zeit der Familie Hottiger aus Muhen. Mittlerweile ist die Wagen Immo AG aus Mägenwil die Eigentümerin.

Der Geist von Bernhart Matter soll auch künftig präsent bleiben. Das ist den neuen Pächtern, Uschi Roth Blaser und Roli Blaser aus Unterentfelden, wichtig. «Wir wollen den Geist dieses geschichtsträchtigen Hauses erhalten», sagt Roli Blaser. So war es auch ganz klar, dass die Bilder aus dem Buch über Bernhart Matter im Säli an den Wänden hängen bleiben. Das neue Pächterpaar hat aber auch darauf geschaut, dass der «Bären» – so wie man ihn kennt – erhalten bleibt. Einzig die Wände wurden neu gestrichen. Das Mobiliar, der Stammtisch und auch das «Matter-Stübli» bleiben so, wie sie sind.

Für das Pächterpaar hat sich mit dem Müheler Bären ein Traum erfüllt – den Traum vom eigenen Restaurant. Beide haben sie vorher im Jägerstübli in Gränichen gearbeitet. «Der ‹Bären› ist perfekt für uns», sagt Uschi Roth. Künftig soll es im «Bären» ein Mittagsmenü mit Suppe und Salat geben. Am Abend stehen dann auch Cordon bleu, Schnipo, Rahmschnitzel oder Mistkratzerli im Kistchen auf der Menükarte.

Die Pächter bewirtschaften nur das Restaurant mit der Gartenwirtschaft. Wie es mit der Bärli-Bar weitergeht, ist noch offen. Die Zimmer, welche sich im Obergeschoss befinden, werden momentan von der Wagen Immo AG vermietet. Eingestellt haben sie mit Jasmin Frey bereits eine Serviceangestellte und mit Khun Meyer ein «Mädchen für alles».

Angst vor dem Beizensterben oder dass die Konkurrenz mit dem keine 200 Meter entfernten Restaurant Bahnhof zu gross ist, haben die beiden nicht. «Wir sehen uns eher als Mitbewerber und nicht als Konkurrenten. Wir wollen nebeneinander arbeiten», sagt Roli Blaser.

Öffnungszeiten: Der Gasthof eröffnet am 9. Mai, Antrinkete ist am 16. Mai. Mo, Di, Do und Fr offen von 8 bis 23 Uhr, Sa von 8 bis 17 Uhr und So von 10 bis 14 Uhr, am Mittwoch ist Ruhetag.

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