Menziken
3. Etappe der Tour de Suisse startet nächstes Jahr in Menziken

Die Tour de Suisse kommt nächstes Jahr nach Menziken. Am Montag, 12. Juni 2017 startet die 3. Etappe in der Oberwynentaler Gemeinde. Heute Mittwoch haben Gemeindeammann Annette Heuberger und Olivier Senn, Generaldirektor der Tour de Suisse, einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Merken
Drucken
Teilen
Das Feld beim Start zur letztjährigen Tour-de-Suisse-Etappe in Quinto

Das Feld beim Start zur letztjährigen Tour-de-Suisse-Etappe in Quinto

KEYSTONE/PABLO GIANINAZZI

Die Tour de Suisse kommt nächstes Jahr nach Menziken. Am Montag, 12. Juni 2017, startet die 3. Etappe in der Oberwynentaler Gemeinde. Gestern haben Gemeindeammann Annette Heuberger und Olivier Senn, Generaldirektor der Tour de Suisse, einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

«Die Tour de Suisse gehört für mich zur Schweiz wie der 1. August», sagt Annette Heuberger. Deshalb freue sie sich über die Chance, mit diesem Anlass die Region in einem guten Licht zeigen zu können. Sie sei sich sicher, dass Gemeinde und Organisationskomitee unter der Federführung von Felix Matthias von der Bevölkerung «super unterstützt» werde, wie sie sagt. «Denn hier wohnen Menschen, die nicht nur Velofahrer, sondern auch Volks- und Dorffeste gern haben und mit anpacken, wenn es etwas zu tun gibt.»

Und das gibt es wohl. Zwar stellt die Tour de Suisse die Startausrüstung, für die ganze Infrastruktur rund um den Publikumsanlass ist aber die Gemeinde besorgt. Eine grosse Aufgabe, wie die Erfahrung in Rheinfelden, Ziel- und Startort der diesjährigen Tour, gezeigt hat (siehe nebenstehenden Artikel).

Gemeinde wünscht 2. Durchfahrt
Das Startwochenende der Tour findet in Cham statt. Wo die 3. Etappe von Menziken aus hinführt, ist gemäss Generaldirektor Senn noch offen. Gerne hätte man eine Zieldestination im Mittelland, bevor es Richtung Romandie gehe. Die Region Bern schwebe ihm vor. Aber genagelt sei noch nichts.

Das Startgelände der Menziker Etappe wird sich im Dorfzentrum befinden, so viel steht fest. Wo sich Fahrer und Begleitfahrzeuge aufkollonieren, ist noch offen, genauso wie die Startroute. OK-Präsident Felix Matthias macht sich stark für eine zweite Durchfahrt durch die Gemeinde. Denn sonst sei der ganze Spass nur allzu schnell vorbei. «Eine zweite Durchfahrt ist fast ein Muss, damit man die Bevölkerung an einem Montag mobilisieren kann», so Matthias. Ob eine solche realisiert werden kann, steht heute noch nicht fest.

In Menziken findet am 15. August 2016 um 19 Uhr im Gemeindesaal ein erster Infoanlass für die Bevölkerung statt. Hier sind auch Ideen gefragt, «denn wir wollen», so Gemeindeammann Annette Heuberger, «einen Anlass aufziehen, den die Bevölkerung mitträgt.»

Hatte sich Menziken um die Organisation eines Etappenstarts beworben? Mitnichten. «Wie die Jungfrau zum Kind sind wir dazu gekommen», sagt Annette Heuberger später während des informelleren zweiten Teils der Medienkonferenz. Es war das Tour-de- Suisse-Komitee, das die Gemeinde angefragt hatte – bereits im März. Aber es war Stillschweigen vereinbart worden. Bis gestern. «Nicht ganz einfach für die Gemeinderatsmitglieder», wie Annette Heuberger verriet. «Es ist schwer, so lange aufs Maul zu hocken, wenn man sich auf etwas derart freut.»

Vertragsunterzeichnung zwischen Gemeindeammann Annette Heuberger und Tour-de-Suisse-Generaldirektor Olivier Senn.

Vertragsunterzeichnung zwischen Gemeindeammann Annette Heuberger und Tour-de-Suisse-Generaldirektor Olivier Senn.

Rahel Plüss

Warum gerade Menziken? Olivier Senn fallen verschiedene Gründe ein – allen voran ein persönlicher: «Als Aargauer freue ich mich natürlich immer, wenn eine Etappe im Aargau durchgeführt werden kann.» Ein grosser Vorteil sei zudem die zentrale Lage von Menziken. «Der Rennstart kann von Menziken aus in jede Himmelsrichtung erfolgen, was für die Streckenplanung ausgesprochen attraktiv ist.»

Dieses Jahr rollte die Tour durch das Fricktal: die Strecke im Zeitraffer: