Mordversuch
20 Jahre und Verwahrung: Schütze von Hirschthal angeklagt

Ein 30-jähriger Schweizer hatte im Sommer 2012 in Hirschthal eine 18-Jährige verfolgt und angeschossen. Jetzt fordert die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren mit anschliessender Verwahrung.

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Der 30-jährige Schweizer schoss einer jungen Frau in den Kopf. (Symbolbild)

Der 30-jährige Schweizer schoss einer jungen Frau in den Kopf. (Symbolbild)

Keystone

Er lauerte einer 18-Jährigen spätnachts auf, schoss ihr in den Hinterkopf und versuchte, sie zu vergewaltigen. Was im Sommer 2012 in Hirschthal im Suhrental geschah, schockte die Schweiz. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau gegen den heute 30-jährigen Täter Anklage erhoben.

Dem Schweizer wird vorgeworfen, im Juli 2012 gegen 1 Uhr in der Früh das damals 18-jährige Opfer verfolgt und ihm mit einer Pistole aus nächster Nähe in den Kopf geschossen zu haben. Das Schussprojektil drang nur bis unter die Kopfhaut des Opfers ein, weshalb sich dieses zur Wehr setzen konnte. Nach einem heftigen Abwehrkampf liess der Beschuldigte vom Opfer ab und flüchtete. Dank der guten Beschreibung konnte er wenig später in der Nähe des Tatorts festgenommen werden.

Hohes Risiko für Frauen

Neben dem Mordversuch wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, pornografische Fotos mit Kindern heruntergeladen zu haben. Auch wegen unerlaubten Tragens einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit sowie mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz ist er angeklagt. Der Täter hatte Marihuana angebaut und weitergegeben.

Die Staatsanwaltschaft fordert gemäss ihrer Mitteilung eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren mit anschliessender Verwahrung. Das in Auftrag gegebene gerichtspsychische Gutachten habe beim Beschuldigten ein hohes Risiko der Gefährdung von Frauen durch Gewalt- und Sexualdelikte diagnostiziert. "Die Staatsanwaltschaft schätzt dieses Risiko, dass der Beschuldigte in Freiheit weitere Gewalt- oder Sexualdelikte gegen Frauen begehen könnte, als sehr hoch ein", heisst es in der Mitteilung.

Der Beschuldigte ist geständig. Er befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug.

So berichtete Tele M1 vom Fall:

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