Kanton Aargau

Trotz Corona: Kantonale Bauprojekte sollen ohne Verzögerung umgesetzt werden

Regierungsrat Stephan Attiger ist mit einem Abbauhammer zugange, beim Baubeginn zur neuen Aarebrücke (Pont Neuf), am 20. November 2019 in Aarau.

Regierungsrat Stephan Attiger ist Vorsteher des Baudepartements.

Regierungsrat Stephan Attiger ist mit einem Abbauhammer zugange, beim Baubeginn zur neuen Aarebrücke (Pont Neuf), am 20. November 2019 in Aarau.

Bei allem Stillstand: Im öffentlichen Bauwesen soll es auch in den nächsten Monaten vorwärts gehen. Das betont Regierungsrat Stephan Attiger.

Der Kanton Aargau plant, in diesem Jahr 260 Millionen Franken für die Strasseninfrastruktur auszugeben. Das hat das Baudepartement Anfang Jahr mitgeteilt. Und daran will man trotz Corona-Krise möglichst festhalten. "Bund und Kantone sind in der jetzigen schwierigen Phase gefordert, die Wirtschaft zu unterstützen", sagt Baudirektor Stephan Attiger. Massnahmen für die direkt betroffene Branchen seien in Ausarbeitung, und es sei wichtig, dass die nur indirekt betroffenen Branchen ihre Aufträge wie geplant ausführen können. "Eine Reduktion der Investitionen durch die öffentliche Hand wäre das falsche Zeichen", betont Attiger. "Es ist deshalb unser Ziel, die Planung und Realisierung der kantonalen Bauprojekte möglichst ohne zeitliche Verzögerungen vorwärtstreiben – sowohl im Strassenbau als auch im Umweltbereich zum Beispiel mit den Hochwasserschutzprojekten. Damit können wir die Planungsbüros, Baufirmen und weitere beteiligte Unternehmen unterstützen und ihnen helfen, die jetzige Krisenzeit zu überbrücken." Dasselbe gelte für den Strassenunterhalt.

Sollten sich coronabedingt irgenwo Verzögerungen abzeichnen, würde die Situation im Einzelfall mit den beteiligten Unternehmen analysiert und das weitere Vorgehen festgelegt, so der Baudirektor. Selbstverständlich halte man alle Vorgaben des Bundes ein.

Das kantonale Baudepartement hat ständig etwa 750 Bauprojekte in Arbeit. Im laufenden Jahr wurden oder werden drei neue Grossbauvorhaben sowie 62 mittlere und kleinere Bau- und Sanierungsprojekte in Angriff genommen. Bei den Grossprojekten handelt es sich um die Ostumfahrung Bad Zurzach, die Sanierungsarbeiten der Angliker-/Nutzenbachstrasse in Villmergen und Wohlen sowie die Umfahrung Mellingen.

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