Schulleiter, SP und Grüne begrüssen die Revision – FDP ist kritischer

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Reaktionen Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Aargau stellt sich klar hinter das neue Lohnsystem. «Man möchte glauben, der Lohn spiele bei der Stellensuche keine zentrale Rolle, dabei ist er absolut relevant», sagt Co-Präsident Phi-lipp Grolimund. Gerade die jüngere, mobilere Generation nehme gerne einen längeren Arbeitsweg über die Kantonsgrenze hinaus in Kauf, um bei gleicher Ausbildung besser entlöhnt zu werden. Grolimund, selber Schulleiter an der Primarschule Laufenburg, weiss, wovon er spricht: Allein im letzten Jahr hätten fünf Lehrpersonen seiner Schule eine Stelle in einem anderen Kanton angetreten – wegen des besseren Lohns. Für den Schulleiterverband ist zentral, dass in Zukunft bei der Entlöhnung nach Funktion unterschieden wird. «So entsteht die Möglichkeit, im Beruf eine gewisse Laufbahn, beispielsweise von der Fach- über die Klassenlehrerin zur Schulleiterin einzuschlagen. Der Mehraufwand schlägt sich dann im Lohn nieder». Das sei zentral, um eine Karriere an einer Schule attraktiv zu gestalten. Dabei nehme der Kanton Aargau mit diesen Laufbahnoptionen eine Vorreiterrolle ein.

Die SP teilt mit, die geplante Einführung des neuen Lohnsystems sei ein wichtiger und nötiger Schritt. Sie begrüsst unter anderem, dass der Normverlauf der Löhne nicht mehr nach dem Lebensalter, sondern entlang von festgelegten Erfahrungsstufen ermittelt wird und der Lohn der Lehrpersonen und Schulleitungen über das ganze Berufsleben insgesamt steigt. Die Grünen begrüssen zudem, dass im neuen Lohnsystem für Fach- und Klassenlehrpersonen im Kindergarten, in der Primarschule und in der Sekundarstufe zwei unterschiedlichen Lohnstufen vorgesehen sind. Die Funktionsbewertung als Basis und die Relevanz der Erfahrung für die Einstufung zeigt für die BDP, dass der eingeschlagene Weg richtig ist, wie diese mitteilt. Sie werde den Vorschlag noch genau studieren.

Kritischer ist die FDP. Sie verlangt aufgrund der unsicheren Entwicklung der kantonalen Finanzen die Prüfung einer Einführung in mehreren Schritten, anerkennt aber den Handlungsbedarf, damit der Aargau als Arbeitgeber für Lehrpersonen attraktiv bleibt. Die SVP und die CVP haben sich am Freitag nicht zur geplanten Revision des Lehrerlohn-Systems geäussert. (eva)