Fabian Hägler

Wildegg
Brand in Dachstock fordert aufwendige Löscharbeiten – ist das Feuer wegen Handwerkern ausgebrochen?

In Wildegg hat der Dachstock eines Hauses, das in der Nähe des Kreisverkehrs beim Bahnhof steht, am Montagabend Feuer gefangen. Die Feuerwehr hat den Brand löschen können, doch das Unterfangen war alles andere als einfach.

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Die Feuerwehr war mit einer Autodrehleiter im Einsatz.
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Die Feuerwehr war mit einer Autodrehleiter im Einsatz.

Fabian Hägler

Das Feuer brach Abend gegen 18.30 Uhr aus, wie Aufnahmen von Anwohnern zeigen. Der Brand brachte den Verkehr im Kern von Wildegg zum Stocken, zwischenzeitlich wurde beim Kreisverkehr die Ausfahrt in Richtung Lenzburg gesperrt.

Die alarmierte Feuerwehr sei zuerst auf Glutnester gestossen und leitete dementsprechend die Löscharbeiten ein, schreibt die Aargauer Kantonspolizei am Dienstag in einer Mitteilung. In der Folge wieder angefacht, weiteten sich diese Brandherde rasch zu einem offenen Feuer im Dachstock aus. Mit einem Grossaufgebot gelang es der Feuerwehr schliesslich, die weitere Ausbreitung zu verhindern und den Brand zu löschen.

Keine verletzten Personen

Die Löscharbeiten seien allerdings aufwendig: «Wir haben ein Brand im Dachgeschoss vorgefunden, als wir eintrafen. Die Glutnester haben sich im ganzen Dach verteilt.» Um diese zu löschen, musste die Feuerwehr das Dach öffnen. Da sich die Brandherde zwischen den Ziegeln und dem Unterdach befänden, sei es schwierig, dem Verlauf des Feuers folgen zu können.

Wie Einsatzleiter und Feuerwehr-Kommandant Raphael Brandner von der Feuerwehr Chestenberg (Möriken-Wildegg) gegenüber Tele M1 bestätigt, wurden aus dem angrenzenden Gebäude alle Bewohner evakuiert. Die Gemeinde kümmerte sich anschliessend um eine Unterkunft. Verletzte gab es ersten Angaben von Einsatzleiter Brandner zufolge keine. Eine Person hat über Atembeschwerden geklagt und wurde vor Ort durch den Rettungsdienst betreut.

Rund 100 Einsatzkräfte vor Ort

Neben der Feuerwehr Chestenberg war auch die Feuerwehr Maiengrün, die Feuerwehr Aarau und die Feuerwehr Lenzburg im Einsatz, dies unter anderem auch mit einer Drehleiter. Insgesamt waren um die 100 Einsatzkräfte der vier Feuerwehren vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten bis spät in die Nacht hinein, auch danach standen noch Feuerwehrleute für die Brandwache im Einsatz.

Was die Brandursache betreffe, stehe ein Zusammenhang mit Handwerkerarbeiten im Vordergrund, teilt die Aargauer Kantonspolizei am Dienstagmorgen mit. Ein Teil des betroffenen Hauses wird derzeit saniert. Die Kantonspolizei Aargau hat ihre Ermittlungen aufgenommen.(AZ/ArgoviaToday)

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