Vierfachmord Rupperswil

Was geschah genau? Der letzte Tag der Familie Schauer

Tatort Rupperswil. Sehen Sie unten im Text eingebaut die interaktive Grafik zur Tat.

Tatort Rupperswil. Sehen Sie unten im Text eingebaut die interaktive Grafik zur Tat.

Was geschah genau am Vormittag des 21. Dezember? Ein grafischer Überblick zu den Fakten am Tag des Verbrechens und den Spuren zum Vierfachmord.

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Grafik: Elia Diehl

CartoDB: Vierfachmord von Rupperswil

Auch über zwei Wochen nach der beispiellosen Bluttat von Rupperswil bleibt der Fall rätselhaft. Es fehlen konkrete Hinweise auf Mörder und Motiv.

Die zentrale Frage, die sich die Ermittler stellen und die Öffentlichkeit bewegt, lautet: Standen Täter und Opfer in irgendeiner Beziehung zueinander und sind die Mörder folglich im Umfeld zu suchen? Oder muss die Polizei nach professionellen Gewaltverbrechern fahnden, die ihre Opfer im beschaulichen Rupperswil mehr oder weniger zufällig ausgesucht haben?

Sie wüssten mehr, als sie sagen dürften, liess die Staatsanwaltschaft verlauten. Der zuständige Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht betonte: «Wir können uns nicht leisten, entscheidende Details zu verraten.»

So kommen in der Öffentlichkeit zurzeit vor allem externe Experten zu Wort, die versuchen, die eine oder andere These zu plausibilisieren. Deutschlands bekanntester Profiler Axel Petermann vermutet bei einem Erpressungsmotiv eher «unprofessionelle Täter aus der Region», wie er der «Schweizer Illustrierten» sagte.

Bei regionalen Tätern, die unstrukturiert vorgingen, müsse man befürchten, dass es zum Mord komme. Der Zürcher Gerichtspsychiater Frank Urbaniok dagegen geht ob der Brutalität des Verbrechens davon aus, dass die Täter schon «in ähnlicher Weise auffällig wurden». Für ihn ist klar: Hier waren mehrere Täter beteiligt, die wahrscheinlich schon vorher im In- und Ausland mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind.

Gesichert ist, was wir auf der Karte oben nochmals festgehalten haben: Zwischen 7.01 Uhr (letzter Facebook-Eintrag von Mutter Carla Schauer) und 11.30 Uhr (Alarmierung der Feuerwehr) spielte sich innert weniger Stunden und in einem Umkreis von nur vier Kilometern Dramatisches ab.

Das letzte Lebenszeichen von Carla Schauer war das Überwachungsbild in der AKB-Filiale Wildegg von 10.10 Uhr. Rund eine Stunde später waren Carla Schauer, ihre Söhne Davin und Dion sowie dessen Freundin Simona tot.

Drei Tage nach der Tat an Heiligabend: War es Erpressung? Rupperswiler sind fassungslos (Tele M1, 24.12.2015)

War es Erpressung? Rupperswiler sind fassungslos (Tele M1, 24.12.2015)

«Diese Tat sticht heraus»: Die wichtigsten Momente aus der Sendung «TalkTäglich» zum Vierfachmord in Rupperswil im Zusammenschnitt.

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