Lenzburg

«Voll geil»: Die neue Ausbildungs-Küche von GastroAargau ist in Betrieb

Am Montag wurden in der Küche des neuen Bildungszentrums von GastroAargau in Lenzburg zum ersten Mal die Löffel geschwungen. Den angehenden Köchen gefällt sie.

«Grosszügig. Einfach nur cool. Voll geil.» Kim Ackermann und ihre 19 Gspänli sind von der Küche im neuen Bildungszentrum von GastroAargau im Quartier «Im Lenz» in Lenzburg begeistert. Die künftigen Küchenangestellten EBA durften am Montagmorgen die neue Ausbildungsküche in Betrieb nehmen.

Hier will GastroAargau, der Verband für Hotellerie und Restauration, in Zukunft junge Lernende zu künftigen Starköchen formen. Christoph Schmitz und Felix Ott, verantwortlich für die überbetriebliche Ausbildung, sind ebenfalls zufrieden. Die Feuertaufe ist gelungen. «Alle wichtigen Apparate haben bereits beim ersten Einsatz wunschgemäss funktioniert», zeigt Schmitz sich erleichtert.

Fünf Millionen Franken in Ausbau investiert

Auch für Urs Kohler ist der 20. Januar 2020 ein glücklicher Tag. Der Verbandsdirektor war in den vergangenen Wochen recht gefordert. Am bisherigen Ausbildungssitz in Unterentfelden mussten die Kisten gepackt und nach Lenzburg gezügelt werden.

Der neue Sitz liegt zentral im Quartier «Im Lenz», direkt an der Bahnlinie, in Nachbarschaft zur Firma Bauknecht AG. Dort belegt das Bildungszentrum auf drei Etagen rund 1300 Quadratmeter Fläche. Das ist etwa ein Drittel mehr als zuvor in Unterentfelden.

Das Herz des Bildungszentrums ist die Küche mit 24 Arbeitsplätzen, doppelt so viel wie bisher. Alle sind vollständig ausgerüstet mit den modernsten Apparaten. In der grosszügigen Edelstahlküche zeigt sich rasch einmal: Hier hat der Verband für Hotellerie und Restauration mit der grossen Kelle angerichtet.

Tatsächlich scheute GastroAargau kaum Kosten, wenn es um Investitionen in den Nachwuchs geht. Fünf Millionen Franken hat er in den Ausbau des Bildungszentrums hinter dem Bahnhof Lenzburg investiert. Geplant waren ursprünglich 4,4 Millionen.

«Das ganze Bildungszentrum ist grosszügig konzipiert», sagt Kohler. «Hier können die Lernenden alle Prozesse so anwenden, wie sie heute in der Ausbildung vorgeschrieben werden.» Der Verbandsdirektor ist gleichzeitig auch Chefexperte der Koch- und Restaurant-Berufe.

Kohler macht jedoch keinen Hehl daraus, dass man sich beim Verband um den Nachwuchs sorgt. Im Einklang mit praktisch allen gewerblichen Berufen spitzt sich auch der Kampf bei den gastgewerblichen Berufen zu.

«Aktuell bildet GastroAargau etwa 340 Köche sowie rund 100 Restaurationsfachleute aus», sagt Kohler. Die Zahl sei rückläufig, vor allem beim angehenden Servicepersonal. Dass auch Köche bereits nach der Ausbildung den Kochlöffel wieder hinschmeissen, sieht der Direktor vor allem in der schwierigen zeitlichen Belastung, die der Beruf mit sich bringe, begründet er.

Wer weiss: Vielleicht gelingt es GastroAargau, mit dem modernen Hightech-Bildungszentrum den Nachwuchs wieder besser bei der Stange zu halten.

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