Möriken-Wildegg
Trotz schlechtem Wetter strahlen fröhliche Gesichter unter Regenschirmen

Das Jugendfestmotto von Möriken-Wildegg «Es bewegt sich was» war Inspiration zu einem kreativen bunten Umzug, der am Samstagmorgen vom Bahnhof Wildegg aus bis ins Dorfzentrum von Möriken führte.

Hanny Dorer
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Die Fassroller verbanden Bewegung mit Geschicklichkeit; nur bergauf mussten die Fässer von Hand gerollt werden.
Kleine Piraten auf Beutezug.
Die Giesskannen der kleinen Gärtner dürften an diesem Tag wohl überflüssig sein.
Die Badenixen hätten sich etwas Sonne gewünscht.
Die Majoretten von Möriken-Wildegg.
Mit bunt geschmückten Velos macht das Fahren doppelt Spass.
Auch die kleinen Autölis brauchen Muskelkraft.
Die Schmetterlinge lassen trotz Regen die Flügel nicht hängen.
Mit selbst gebastelten Autos zu Fuss unterwegs.
Musikgesellschaft Möriken-Wildegg gibt den Marschtakt an.
Ballspiele sind auch Bewegung.
Die Korbballer führen den Korb auf dem Umzug mit.
Highschool Girls als Cheerleader.
Die Roboter scheint das Wetter nicht zu berühren.
Alle Fortbewegungsmittel sind recht.
Ungeduldig warten die Kleinsten auf ihren Einsatz an der Morgenfeier.

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Hanny Dorer

Dass man auch unter einem Regenschirm oder in der durchsichtigen Pelerine fröhlich sein kann, bewiesen Kinder und Erwachsene von Möriken-Wildegg am verregneten Festumzug. Trotz nasskaltem Wetter säumten zahlreiche Zuschauer die Strassen und bewunderten die fantasievollen Kostüme und Accessoires, zu denen das Motto «Es bewegt sich was» angeregt hatte. Angeführt von den Lenzburger Jungtambouren und den Fahnenträgern, stolzierten Piraten, fleissige Bauhandwerker und Gärtner vorbei, und auch die Schmetterlinge liessen die Flügel trotz Regen nicht hängen. Fortbewegen ist auch Bewegen: auf Fahrrädern, Roller blades, Trottinetts oder Mini-Autölis, in selbst gebastelten Autos, auf dem Einrad oder als Fassroller zogen sie durch die beflaggten Strassen.

Auch Sport ist Bewegung, und so wurden die Zuschauer spontan aufgefordert, sich als Korbballer zu betätigen – mit mehr oder weniger Erfolg. Highschool Girls, Volleyballer, Kegler, Roboter und viele mehr ergänzten das bunte Bild. Den Marschrhythmus gab die Musikgesellschaft Möriken-Wildegg vor, zu deren Klängen die Majoretten in ihren kecken Uniformen zur Freude der Zuschauer die Bâtons herumwirbelten. Sie hatten am Abend Gelegenheit, ihr Können auf der Eventbühne noch einmal unter Beweis zu stellen.

Für Kindergarten und Primarschule folgte gleich nach dem Umzug der nächste Höhepunkt: Die Morgenfeier, bei der sie für ihre von rassiger Musik begleiteten Vorführungen tosenden Applaus ernteten. Glücklich, wer sich in diesem nicht allzu grossen Zelt einen Platz ergattern und das Schauspiel geniessen konnte.

Am Nachmittag regnete es immer noch, und so wurden die sportlichen Wettkämpfe der Oberstufe kurzerhand in die Hellmatt-Turnhalle und der Spielnachmittag der Kleineren in die Möriker Turnhalle verlegt. An Bewegung mangelte es trotzdem nicht.

«Am Schärme» waren nicht nur die Geschichtenerzähler, sondern auch die geladenen Gäste am Apéro. «Es ist ein etwas verregnetes, aber nicht minder schönes Jugendfest», wurden sie von Gemeinderätin Esther Gebhard begrüsst. Und auch hier fehlte die Bewegung nicht, denn die Gäste wurden zum Stricken aufgefordert – mit dem Resultat sollen die nackten Stämme der Spielplatzgeräte beim Schulhaus Möriken farbige Kleider erhalten. Wen wunderts, dass vor allem die Damen zu den Stricknadeln griffen . . .

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